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Informationen zur Einreise nach Thüringen

Antworten auf häufig gestellte Fragen

 
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Informationen zur Einreise aus ausländischen Risikogebieten

Personen, die aus dem Ausland nach Thüringen bzw. Deutschland einreisen, empfehlen wir sich bereits vor Reiseantritt online auf der Seite des Robert Koch-Instituts zu informieren, ob Ihr Reise- bzw. Herkunftsland, aktuell als Risikogebiet eingestuft wird. Das Robert Koch-Institut unterscheidet derzeit in Risiko-, Hochinzidenz- und Virus-Variantengebiete. Welche Regeln für Sie bei der Einreise gelten, ist abhängig von dieser Einstufung. Die strengsten Regelungen gelten für Einreisende aus sogenannten Virus-Variantengebieten.

Grundsätzlich müssen alle Einreisende aus Risikogebieten am Anmeldeverfahren teilnehmen, einen negativen Corona-Test vorlegen und sich nach Ihrer Einreise 14 Tage in Quarantäne begeben (eine Verkürzung der Quarantäne ist nicht möglich). Wir haben nachfolgend die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen für Sie zusammengetragen.

HINWEIS: Um eine Ausbreitung von Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern, hat die Bundesregierung mit
der Coronavirus-Schutzverordnung ein Beförderungsverbot ab dem 30. Januar bis zum 17. Februar 2021 für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten –
vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen - verhängt.

 
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Einreiseanmeldung, Testpflicht und Quarantänebestimmungen

Wo erfahre ich, welche Region bzw. Land aktuell als Risikogebet eingestuft wird?

Aktuell werden Risikogebiete in die folgenden drei Kategorien unterteilt:

  • Risikogebiete
  • Hochinzidenzgebiete
  • Virus-Variantengebiete

Welche Gebiete Risikogebiete für Infektionen mit SARS-CoV-2 sind, wird durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat festgestellt und durch das Robert-Koch Institut veröffentlicht: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Welche pandemiebedingten Einreise- und Beförderungsbeschränkungen aus Virusvarianten-Gebieten gelten derzeit?

Ab dem 30. Januar 2021, 00:00 Uhr bis zunächst 17. Februar 2021 gelten weitgehende Einreise- und Beförderungsbeschränkungen aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland. Virusvarianten-Gebiete sind Gebiete, in denen wegen der Verbreitung von Mutationen des Virus ein besonderes Eintragsrisiko nach Deutschland besteht. Diese Gebiete werden auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht und der aktuellen Entwicklung angepasst.

Nach der Coronavirus-Schutzverordnung gilt ein Beförderungsverbot für Unternehmen im Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr Diese Unternehmen dürfen grundsätzlich keine Personen aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland befördern. Ausnahmen vom Beförderungsverbot sind in wenigen Einzelfällen möglich. Solche Ausnahmen muss das Beförderungsunternehmen dem Bundespolizeipräsidium mindestens drei Tage vor der geplanten Einreise nach Deutschland anzeigen. Einzelne Personen/ Passagiere müssen ihre Reise nicht anzeigen.

Für Personen, die selbst (also ohne Beförderungsunternehmen) aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland einreisen wollen, gelten entsprechende Einreisebeschränkungen. Personen aus Virusvarianten-Gebieten ist die Einreise nach Deutschland grundsätzlich untersagt. Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen sind in wenigen Einzelfällen möglich. Sie müssen aber entsprechend begründet und glaubhaft gemacht werden.

Was muss ich vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet beachten?

Wer sich innerhalb der letzten zehn Tagen in einem sogenannten ausländischen Risikogebiet aufgehalten hat und nach Thüringen einreist, muss ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorlegen (s. nächster Abschnitt) und sich vor der Einreise unter www.einreiseanmeldung.de anmelden und die elektronische Einreiseanmeldung (DEA) nutzen.

Dort hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten, machen Angaben zu Ihrer Reise (Aufenthaltsorte der letzten zehn Tage vor der Einreise, Datum der Einreise, genutztes Verkehrsmittel) und Ihrem Gesundheitszustand. Sie erhalten anschließend eine Bestätigung, die Sie bei der Einreise bei sich zu tragen und dem Beförderer (also zum Beispiel der Fluggesellschaft) zur Überprüfung vorzulegen haben. Reisen Sie aus einem Gebiet außerhalb des Schengen-Raums ein, haben Sie die Bestätigung bei der Einreisekontrolle vorzulegen.

Wenn das Verfahren der digitalen Einreiseanmeldung nicht funktioniert oder für Sie nicht möglich ist, darf eine schriftliche Ersatzanmeldung ausgefüllt werden auf dem hier abrufbaren Formblatt https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/Anlage_2_Ersatzmitteilung.pdf.

Das ausgefüllte Formblatt müssen Sie bei sich tragen und bei Einreisen aus Gebieten des Schengen-Raums dem Beförderer aushändigen. Reisen Sie aus einem Gebiet außerhalb des Schengen-Raums ein, müssen Sie das ausgefüllte Formblatt bei der Einreisekontrolle vorlegen und der zuständigen Behörde (Polizei, Zoll) aushändigen.

Auch wenn Sie unabhängig von einem Beförderer einreisen (also zum Beispiel mit Ihrem privaten PKW), haben Sie die Bestätigung der Einreiseanmeldung oder die Ersatzmitteilung ebenfalls bei sich zu tragen und bei einer Einreisekontrolle vorzulegen. Die Ersatzmitteilung ist bei der Kontrolle zudem der zuständigen Behörde auszuhändigen.

Ausnahmen

Es gibt auch Ausnahmen von der Anmeldeplficht. Diese gelten allerdings nicht, wenn Sie aus einem Virus-Variantengebiet einreisen.

Anmelden müssen Sie sich nicht, wenn Sie

  • durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen
  • sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren, (nur bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet ist eine Anmeldung erforderlich)

Bin ich verpflichtet mich im Rahmen der Einreise testen zu lassen?

Als Einreisender aus einem ausländischen Risikogebiet müssen Sie sich auf das Coronavirus testen lassen. Hierbei sind wichtige Unterschiede zu beachten, wann das Testergebnis vorliegen muss:

  • Reisen Sie aus einem Risikogebiet ein oder haben sich in den vergangenen zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten, das keinHochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet ist, benötigen Sie bei der Einreise kein negatives Testergebnis. Sie müssen aber spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können. Den Test können Sie also auch nach der Einreise machen. Dafür dürfen Sie die häusliche Quarantäne selbstverständlich verlassen.
  • Reisen Sie aus einem Risikogebiet ein bzw. haben sich in den vergangenen zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten, das ein Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet ist, müssen Sie bereits bei der Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen. Der Abstrich für den Test darf höchstens 48 Stunden vor Ihrer Einreise gemacht worden sein.
  • Nutzen Sie einen Beförderer (zum Beispiel eine Fluggesellschaft), müssen Sie den Nachweis vor der Abreise dem Beförderer zur Überprüfung vorlegen. Zusätzlich haben Sie das Testergebnis mit sich zu führen und bei den Einreisekontrollen der zuständigen Behörde (Polizei, Zoll) vorzulegen.

Für das Testergebnis gilt: Das Testergebnis oder ärztliche Zeugnis muss auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen und ist innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen unverzüglich vorzulegen. Der zu Grunde liegende Test muss den Anforderungen des Robert Koch-Instituts entsprechen, die im Internet unter https://www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind. Der Test ist von Ihnen selbst zu bezahlen.

Ausnahmen

Wichtig: Alle Ausnahmen gelten nicht, wenn Sie aus einem „Virusvarianten-Gebiet“ einreisen.

Sie müssen sich nicht testen lassen, wenn Sie

  1. durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  2. nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen,
  3. beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren (bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte) (bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten nur bei einer Dauer von bis zu 72 Stunden)
  4. eine Ausnahme vorliegen haben, die in begründeten Einzelfällen die zuständige Behörde im Sinne des Infektionsschutzgesetzes bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilt hat.

Die nachfolgenden weiteren Ausnahmen gelten nicht, wenn Sie aus einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingereist sind.

Sie müssen sich nicht testen lassen, wenn Sie

  1. sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen
  2. einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts (bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden)
  3. eine Tätigkeit ausüben, die für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird (bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden und Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte)
  4. ein hochrangiges Mitglied des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen sind (bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden und Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte)
  5. Polizeivollzugsbeamter sind aus Staaten, die den Schengen-Besitzstand vollständig anwenden, in Ausübung Ihres Dienstes (bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden)
  6. eine Person nach § 54a des Infektionsschutzgesetzes sind
  7. ein Angehöriger ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP-Truppenstatut) und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-Truppenstatut), die zu dienstlichen Zwecken nach Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren, sind.

Bin ich verpflichtet mich nach der Einreise in die häusliche Quarantäne zu begeben?

Sofern Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den vergangenen zehn Tagen vor der Einreise in einem ausländischen Gebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich nach der Einreise unverzüglich und auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach Ihrer Einreise ständig dort absondern (häusliche Quarantäne). Dies gilt auch, wenn Sie zunächst in ein anderes Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind.

Während der vierzehntägigen Quarantäne sind Sie verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt zu informieren, wenn typische Symptome bei Ihnen auftreten (Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten. Eine Verkürzung der Quarantäne ist nicht möglich.

Ihnen ist es im Zeitraum der Absonderung nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht Ihrem Hausstand angehören. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit ist zulässig.

Wie lange muss ich in häuslicher Quarantäne bleiben?

Die Quarantänedauer nach Ihrer Einreise beträgt grundsätzlich vierzehn Tage. Eine Verkürzung der Quarantänezeit ist nicht möglich.

Welche Ausnahmen gibt es bei der Quarantänepflicht?

Wichtig: Ausnahmen von der Quarantänepflicht gelten nur, sofern die betroffenen Personen keine Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs- oder Geschmacksverlust).

Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind generell Personen, die nur zur Durchreise nach Thüringen einreisen. Diese haben das Landesgebiet auf dem schnellsten Weg zu verlassen, um die Durchreise abzuschließen. Diese Personen müssen weder am Anmeldeverfahren teilnehmen noch einen Corona-Test machen lassen.

Alle weiteren Ausnahmeregelungen finden Sie unter § 2 der Thüringer Quarantäneverordnung: https://www.tmasgff.de/covid-19/quarantaeneverordnung

Was bedeutet häusliche Quarantäne konkret?

Personen, die aus Risikogebieten einreisen sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten. Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Auf der Webseite des Robert Koch-Instituts finden Sie weitere Informationen – auch in verschiedene Sprachen übersetzt:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Inhalt.html