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Informationen zur Maskenpflicht in Thüringen

Antworten auf häufig gestellte Fragen

 
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Covid-19 verbreitet sich besonders dort, wo Menschen eng beisammen sind. Um andere vor einer Ansteckung) zu schützen, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bzw. Schutzmaske in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum, zum Beispiel in Geschäften und bei der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bereits seit längerem bundesweit Pflicht.

Seit dem 26. Januar gilt thüringenweit eine erweiterte Maskenpflicht für Personen ab 15 Jahren. In öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen, in Arztpraxen oder ähnlichen medizinischen Einrichtungen sowie bei Gottesdiensten müssen sogenannte medizinische bzw. „qualifizierte“ Schutzmasken getragen werden. Sie schützen besser als Alltagsmasken aus Stoff und unterliegen geprüften Standards.

Auf dieser Seite informieren wir Sie daüber, welche Masken wann getragen werden müssen und beantworten häufig gestellte Fragen.

 
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Welche Anforderung gelten für medizinische bzw. qualifizierte Schutzmasken?

Medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): CE-Kennzeichen (entsprechend Medizinproduktegesetz)
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Verweis auf die Norm DIN EN 14683: 2019-10 (Medizinische Gesichtsmasken)
  • Zielland: EU

Medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): Vereinfachter Prüfgrundsatz des BfArM für medizinische Gesichtsmasken
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Sonderzulassung gemäß § 11 Abs. 1 des Medizinproduktegesetzes bzw. ab 26.05.2020 gemäß Art. 59 der Verordnung (EU) 2017/745 im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Pandemie.
  • Zielland: Deutschland

Gesichtsmasken (vergleichbar OP-Masken)

  • Kennzeichnungsmerkmal: Vom Land Thüringen und den ThüringerKommunen im Rahmen der hoheitlichen Aufga-ben nach § 5 Absatz 2 Nummer 4 Buchstabe c des Infektionsschutzgesetzes 2020 beschaffte Schutzmasken.
  • Zielland: Thüringen

FFP2 & FFP3 (ohne Ausatemventil)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): CE-Kennzeichnung mit nachgestellter Kennnummer der notifizierten Stelle
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: gemäß Verordnung (EU) 2016/425, z. B. Schutzklasse FFP2, Gebrauchsdauer, Herstellerangaben, Verweis auf DIN EN 149:2001+A1:2009, EU-Konformitätserklärung, Anleitung und Information
  • Zielland: EU

N95 (ohne Ausatemventil)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): NIOSH-42CFR84
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Modellnummer, Lot-Nummer, Maskentyp, Herstellerangaben, TC-Zulassungsnummer
  • Zielland: USA, Kanada

P2 (ohne Ausatemventil)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): AS/NZS 1716-2012
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Identifizierungsnummer oder Logo der Konformitätsbewertungsstellen
  • Zielland: Australien, Neuseeland

DS2 (ohne Ausatemventil)

CPA (ohne Ausatemventil)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): Prüfgrundsatz für Corona SARS-Cov-2 Pandemie Atemschutzmasken (CPA)
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Bescheinigung der Marktüberwachungsbehörde nach § 9 Absatz 3 MedBVSV
  • Zielland: Deutschland

KN95 (ohne Ausatemventil)

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): BMG/BfArM/TüV-Prüfgrundsatz
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: Vom Bund im Rahmen seiner hoheitlichen Aufgaben nach § 5 Absatz 2 Nummer 4 Buchstabe c des Infektionsschutzgesetzes beschaffte Schutzmasken
  • Zielland: Deutschland

KF 94

  • Standard (Teil der Kennzeichnung): Korea 1st Class KMOEL-2017-64
  • Weitere Kennzeichnungsmerkmale: KOSHA GUIDE H-82-2015
  • Zielland: Korea
 
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Hilfreiche Links und Informationen

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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wo gilt die Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. Gesichtsmaske zu tragen?

Verpflichtend muss eine Mund-Nasen-Bedeckung bei der Benutzung von Fahrzeugen des Personenverkehrs (Bahnen, Straßenbahnen, Bussen etc.) sowie in Taxifahrzeugen und in Ladengeschäften getragen werden.

Seit 1. Dezember gilt eine erweiterete Maskenpflicht in den folgenden Bereichen:

  • in allen geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind oder bei denen Besuchs- und Kundenverkehr (Publikumsverkehr) besteht
  • an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten und in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Personen auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten (Die konkreten Orte werden von den Kreisen und kreisfreien Städten festgelegt.)
  • vor Einzelhandelsgeschäften und Parkplätzen

Seit dem 26.01.21 gilt darüber hinaus in bestimmten Bereichen die Pflicht eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (siehe nächste Frage).

Wo gilt die Pflicht eine medizinische bzw. qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen?

In den folgenden Situationen ist das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht für Personen ab 15 Jahren:

  • in Geschäften (von Kunden),
  • In Dienstleistungsbetrieben mit Publikumsverkehr,
  • im ÖPNV (von Fahrgästen und Kontrollpersonal),
  • bei Sitzungen von kommunalen Gremien,
  • beim theoretischen und praktischen Unterricht in Flug- und Fahrschulen (auch bei Prüfungen),
  • bei Veranstaltungen und Zusammenkünften zu religiösen und weltanschaulichen Zwecken,
  • in medizinischen, physiotherapeutischen bzw. psychotherapeutischen Praxen oder ähnlichen Einrichtungen (Dies gilt sowohl für das Personal als auch die Patienten soweit dies nicht aufgrund der erforderlichen Untersuchung unmöglich ist, z. B. bei zahnärztlichen Untersuchungen.)

Für wen gilt die Pflicht eine medizinische bzw. qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen?

Personen ab dem 15. Lebensjahr müssen in den oben genannten Bereichen verpflichtend eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren müssen explizit keine medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Für diese Altersgruppe gelten die bisherigen Bestimmungen (auch eine Alltagsmaske etc. erlaubt).

Woran erkenne ich medizinische Gesichtsmasken und was muss ich beim Kauf beachten?

Medizinische Gesichtsmasken, oft auch OP-Masken genannt, werden normalerweise in Kliniken und Arztpraxen verwendet.  Sie bestehen aus einem speziellen Filtervlies, sind rechteckig und besitzen zur besseren Anpassung einen Faltenwurf und einen Nasenbügel. Als Medizinprodukte müssen die OP-Masken auf ihrer Umverpackung eine CE-Kennzeichnung aufweisen.

Achten Sie beim Kauf auch auf die Typkennzeichnung, die ebenfalls auf der Verpackung angegeben sein muss. Medizinische Gesichtsmasken gehören je nach ihrer Filterleistung zum Typ I oder zum Typ II, wobei Masken des Typs II eine höhere bakterielle Filterleistung haben. Beim Typ IIR steht der Zusatz R für den Spritzwiderstand, diese Masken sind flüssigkeitsresistent. Schauen Sie auch auf die Angabe der europäischen Norm DIN EN 14683, die durch den Hersteller erfüllt werden muss. Medizinische Gesichtsmasken erfüllen auch die erweiterten Anforderungen zum Mund-Nasen-Schutz, die an Arbeitsplätzen nach der Corona-Arbeitsschutzverordnung gelten.

Worauf muss ich beim Kauf von FFP2-Masken achten?

Anders als die einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen, die vornehmlich das Risiko reduzieren andere durch Tröpfchen und feine Partikel anzustecken, bieten filtrierende Atemschutzmasken (zum Beispiel FFP2-Masken) vor allem einen besonders starken Schutz für die Trägerinnen und Träger selbst.

Die wichtigsten Merkmale bei FFP2-Masken, auf die man beim Kauf achten sollte, sind:

  1. Angabe des Herstellers und eindeutige Kennzeichnung des Modells
  2. Klasse (FFP2)
  3. Angabe von Nummer und Jahr der zu Grunde liegenden Norm
  4. Mit der CE-Kennzeichnung bescheinigt der Hersteller die Einhaltung der europäischen Sicherheitsvorschriften
  5. Kennzeichnung NR (not reusable = nicht wiederverwendbar) oder R (reusable = wiederverwendbar)
  6. Eine vierstellige Kennnummer gibt Auskunft darüber, welche Prüfstelle die Qualität der FFP2-Masken überwacht. In der NANDO-Datenbank kann man sich mit Hilfe der Kennnummer die entsprechende Prüfstelle anzeigen lassen
  7. Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache

Warum sind nur FFP2-Masken ohne Ausatemventil erlaubt?

FFP2-Masken sind nach Angaben der Gesellschaft für Aerosolforschung sowohl für den Selbst- als auch den Fremdschutz effizient, sofern sie kein Ausatemventil haben. FFP2-Masken mit Ausatemventil dienen lediglich dem Selbstschutz und nicht dem Fremdschutz.

Zum Schutz aller Menschen durch kollektives Maskentragen dürfen daher nur Masken ohne Ausatemventil genutzt werden,

Was gilt an Arbeitsplätzen zum Mund-Nasen-Schutz gemäß der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung?

Arbeitgeber müssen in bestimmten Fällen mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. Alternativ kann höherwertiger Atemschutz, zum Beispiel FFP2-Atemschutzmasken oder gleichwertige Atemschutzmasken, zur Verfügung gestellt beziehungsweise getragen werden.

Insoweit geht die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung weiter als die Thüringer Sonderverordnung und das Tragen einer einfachen Bund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz ist nicht ausreichend.

Der beschriebene Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken) gilt, wenn

  • bei gleichzeitiger Nutzung von Räumen durch mehrere Personen keine Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person zur Verfügung steht oder
  • der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder
  • bei Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß besteht.

Alternativ kommen andere Maßnahmen infrage, wenn das Tragen von Gesichtsmasken nicht möglich ist.

Bei der Betreuung von Kindern z. B. in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gelten die Festlegungen des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.

Bekommen Menschen mit niedrigem Einkommen medizinische Masken kostenfrei?

Für Leistungsberechtigte nach SGB II und SGB XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stellt das Land Thüringen 2,5 Millionen kostenfreie FFP2- bzw. OP-Masken zur Verfügung. Das umfasst einen Personenkreis von insgesamt etwa 105.000 Leistungsberechtigten. Die Verteilung erfolgt über die Landkreise/kreisfreien Städte.

Auch der Bund verteilt kostenlose Masken (je zehn FFP-Masken) an SGB II-Empfänger.

Welche Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen sind grundsätzlich zulässig?

In bestimmten Bereichen (siehe oben) müssen verpflichtend medizinische Masken getragen werden. Wir empfehlen das Tragen von medizinischen Masken darüber hinaus für alle Situationen in denen sich Personen auf engem Raum aufhalten.

In Situationen, in denen nicht explizit das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht ist, können darüber hinaus auch

  • enganliegende Tücher und Schals sowie
  • selbstgenähte oder gekaufte Stoffmasken

getragen werden.

Was muss ich beim Tragen einer Alltagsmaske beachten?

  • Beim Anziehen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Mund-Nasen-Bedeckung muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Mund-Nasen-Bedeckung genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckung sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Mund-Nasen-Bedeckung ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Mund-Nasen-Bedeckung sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
  • Die Mund-Nasen-Bedeckung sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckungen sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
  • Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

Generell gilt:

Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI, www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, www.infektionsschutz.de) sind weiterhin einzuhalten. Auch mit Maske sollte der von der WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.50 m zu anderen Menschen eingehalten werden.

Müssen Kinder auch eine Gesichtsmaske tragen?

Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sind von der Pflicht befreit. Bei Kleinkindern unter einem Jahr wird aus gesundheitlichen Gründen davon abgeraten eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzuziehen.

Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren können in allen Bereichen, in denen eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht ist, auch weiterhin eine nicht-medizinische Maske tragen.

Gilt die Pflicht auch für Menschen mit Behinderung und für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Gesichtsmaske tragen können?

Nein. Menschen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Pflicht befreit. Dies ist in geeigneter Weise glaubhaft zu machen

In meinem Landkreis gibt es eine eigene Regelung – an welche Regeln muss ich mich nun halten?

Die Thüringer Verordnung ist für alle Landkreisen und kreisfreien Städten bindend. Die Landkreise und kreisfreien Städten dürfen allerdings weitergehende Regelungen treffen. Bitte erkundigen Sie sich bei ihrem Landkreis/kreisfreie Stadt, ob solche zusätzliche Bedingungen gelten.

 
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Schaubild: Mund-Nasen-Bedeckungen verringern das Ansteckungsrisiko