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Informationen zur Impfreihenfolge

 
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Wer kann aktuell einen Impftermin vereinbaren?

  • Alle Personen, die in die Gruppe "Höchste Priorität" (Prio 1) fallen.
  • Alle Personen, die in die Gruppe "Hohe Priorität" (Prio 2) fallen.
  • Alle Personen, die in die Gruppe "Erhöhte Priorität" (Prio 3) fallen.

Sonderregelungen:

  • Für den Impfstoff von AstraZeneca wurde die Impfpriorisierung bei Impfungen in Hausarztpraxen vollständig aufgehoben. Damit können sich nach ärztlicher Beratung auch unter 60-Jährige mit Vaxzevria® impfen lassen.
 
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Einteilung der Priorisierungsgruppen

Coronavirus-Impfverordnung des Bundes

Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in einem Impfzentrum durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie) 
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patientinnen und Patienten

Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren 
    (Die Kontaktpersonen werden von der Person bzw. der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person bestimmt.)
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt
  • Personen, die im Ausland für von der Bundesregierung geförderte deutsche Auslandshandelskammern einschließlich Delegationen und Repräsentanzen der deutschen Wirtschaft, die Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

 

Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für von der Bundesregierung geförderte deutsche Auslandshandelskammern einschließlich Delegationen und Repräsentanzen der deutschen Wirtschaft, die Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut, z.B. auch Verwaltungspersonal
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel, z. B. in Supermärkten, Verbrauchermärkten, Discountern, Bäckereien, Metzgereien, Drogerien tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, oder an Hochschulen, tätig sind 
  • sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Hierunter fallen beispielsweise: Inhaftierte, Saisonarbeiter/-innen, Mitarbeitende in der fleischverarbeitenden Industrie, Personal in Verteilzentren von Paketdiensten oder Personal an Arbeitsplätzen mit vielen Personen in unzureichend mit Frischluft versorgten Räumen in denen Abstand halten schwierig oder unmöglich ist

Eine detaillierte Übersicht inklusive einer vollständigen Auflistung des Bereichs "Kritische Infrastruktur" haben wir in einem Dokument zusammengefasst.

 
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Wie weise ich meine Impfberechtigung nach?

Ich habe eine Vorerkrankung.

Nach der Impfverordnung der Bundesregierung benötigen Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei (hohe bzw. erhöhte Priorität) ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Betreffende nicht schon aufgrund seines Alters bevorzugt Anspruch hat. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin.

Hinweis: Menschen mit Vorerkrankungen können Ihre Bestätigung auch telefonisch beim betreuenden Arzt anfordern und sich dann per Post zuschicken lassen.

Ich bin aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit berechtigt.

Sie benötigen eine schriftliche Bestätigung von Ihrem Arbeitgeber.

Ich bin in einer Kindertageseinrichtung/ einer Einrichtungen bzw. Dienst der Kinder- und Jugendhilfe/ einer weiterführenden Schule/ einer Berufsschule tätig.

Sie benötigen eine schriftliche Bestätigung Ihrer Tätigkeit. Diese erhalten Sie über die Einrichtung, in der Sie tätig sind, in Form eines personifizierten Berechtigungsscheins.

Ich bin eine enge Kontaktperson einer pflegebedürftigen Person.

Kontaktpersonen müssen ihre Berechtigung schriftlich bestätigen und unterzeichnen oder – falls möglich – von der betreuten Person bestätigen lassen. Es ist kein gesonderter Nachweis erforderlich. Sie können hierfür dieses Bestätigungsformular verwenden.

Ich bin eine enge Kontaktperson einer Schwangeren

Kontaktpersonen von Schwangeren benötigen eine Kopie des Mutterpasses und das von der Schwangeren ausgefüllte Bestätigungsformular.

 
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Antrag auf Einzelfallentscheidung für eine Corona-Schutzimpfung

nach § 6 Absatz 6 der Coronavirus-Impfverordnung

Allgemeines

Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat in Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer Thüringen eine Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällen eingerichtet.

Alle Personengruppen, die aufgrund einer in der Corona-Impfverordnung explizit genannten Erkrankung oder Behinderung bereits zur zweiten Stufe mit hoher Priorität (vgl. die in § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a bis j CoronaImpfV aufgezählten Krankheitsbilder) oder zur dritten Stufe mit erhöhter Priorität (vgl. die in § 4 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a bis h aufgezählten Krankheitsbilder) gehören, sind nicht von der Zielgruppe der Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällen umfasst.

Personen, deren Anliegen es ist, mit einem bestimmten Impfstoff geimpft zu werden, gehören ebenfalls nicht zur Zielgruppe der neuen Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällen.

Informationen dazu, wer aktuell einen Impftermin vereinbaren kann, finden Sie oben auf dieser Seite.

Ablauf des Verfahrens

Der Verfahrensablauf gestaltet sich wie folgt:

Sie schicken Ihren begründeten Antrag nebst den beigefügten medizinischen Unterlagen für eine Einzelallentscheidung per Post an die beim TMASGFF angesiedelte Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällen.

Nachdem die Stelle zur Klärung der Impfprioritäten im Einzelfall Ihren Antrag formal geprüft hat, wird dieser zur Begutachtung an eine Ärztin bzw. einen Arzt weitergeleitet.

Diese(r) prüft anhand der übermittelten Unterlagen, ob eine Einordnung zur Priorisierungsstufe zwei oder drei angezeigt ist, gibt eine entsprechende Empfehlung ab und stellt ein ärztliches Attest zum Vorliegen einer medizinischen begründeten Impfberechtigung nach § 3 oder 4 CoronaImpfV aus und leitet die Unterlagen mit der Empfehlung und bei positiver Bewertung mit dem Attest an die Stelle zur Klärung der Impfprioritäten im Einzelfall im TMASGFF weiter.

In Zweifelsfällen werden die Unterlagen zur Prüfung an ein Expertengremium weitergeleitet, dass sich aus zwei geeigneten Ärzt*innen, von denen mindestens eine Person über einen medizinethischen Hintergrund verfügt, und einer Person mit Befähigung zum Richteramt, die Kenntnisse in medizinischen Fachgebieten besitzt, zusammensetzt.

Dieses Expertengremium prüft dann den Fall und entscheidet mehrheitlich darüber, ob eine Einordnung zur Priorisierungsstufe zwei oder drei angezeigt ist, gibt eine entsprechende Empfehlung ab und stellt ein ärztliches Attest zum Vorliegen einer medizinischen begründeten Impfberechtigung nach § 3 oder 4 CoronaImpfV aus und leitet die Unterlagen mit der Empfehlung und bei positiver Bewertung mit dem Attest an die Stelle zur Klärung der Impfprioritäten im Einzelfall im TMASGFF weiter.

Die Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällenentscheidet auf der Grundlage der Empfehlung über Ihren Antrag und übermittelt Ihnen bei positiver Entscheidung das ausgestellte ärztliche Attest über das Vorliegen einer medizinisch begründeten Impfberechtigung. Mit diesem ärztlichen Attest weisen Sie Ihre Anspruchsberechtigung zur Schutzimpfung nach und können einen Impftermin beantragen.

Zum Portal für die Terminvereinbarung gelangen Sie unter: www.impfen-thueringen.de. Sie können auch telefonisch einen Termin unter 03643-4950490 vereinbaren. Terminvergaben richten sich nach der Verfügbarkeit des Impfstoffs.

Kontakt

Die für die Antragsbearbeitung zuständige Stelle ist erreichbar unter der folgenden Kontaktadresse, die jedoch bitte nicht für die Antragsstellung zu verwenden ist:

Clearingstelle-Impfpriorisierung@tmasgff.thueringen.de

Bitte beachten Sie den folgenden Hinweis:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Kontaktadresse nicht für allgemeine Anfragen betreffend die Corona-Schutzimpfung zu verwenden ist. Hierfür steht Ihnen das allgemeine Kontaktformular des TMASGFF zur Verfügung. Allgemeine Anfragen, die nicht in Zusammenhang mit einem Antrag auf Einzelfallentscheidung für eine Corona-Schutzimpfung nach § 6 Absatz 6 CoronaImpfV stehen, werden nicht weitergeleitet und beantwortet.