Immer mehr Kinder und Jugendliche weichen augenscheinlich von der „Norm“ ab. Sie lassen sich nicht erziehen, sie lassen sich nicht verbiegen und sie stellen das gesamte erzieherische Konstrukt und unsere „altbewährten“ Systeme auf den Prüfstand. Unzählige Diagnosen werden für diese Kinder und Jugendlichen gestellt. Unzählige Medikamente sind auf dem Markt, nicht immer zugelassen für die Altersgruppe, für die sie verwendet werden. Sind Diagnosen und Psychopharmaka wirklich immer die beste Lösung? Der Tag beschäftigt sich mit der Idee, wie unser Gehirn lernt, wie häufig Dinge wiederholt werden müssen, damit wir lernen können, und mit den „Autobahnen“ im Gehirn, die wir mit unseren Erziehungsideen und Systemen oftmals immer breiter ausbauen, anstatt uns anzuschauen, wie wir die Kinder, Jugendlichen unterstützen können, andere zu bauen und neue Wege zu gehen. Wir beschäftigen uns mit herausforderndem Verhalten und versuchen gemeinsam Lösungen für ein besseres Miteinander zu finden. Wie wir für alle Stress reduzieren können und gleichzeitig Angebote machen können, damit Kinder, Jugendliche, die unsere Systeme sprengen, einen Platz darin finden. Wir vergleichen unsere Systeme mit einem Garten, in dem alles gemäß seiner Bestimmung wachsen darf. Es geht nicht darum, aus einem Apfel- einen Birnenbaum zu machen oder am Gras zu ziehen, damit es schneller wächst. Diese Kinder und Jugendlichen nicht passend zu machen, sondern natürliche Anlagen zu fördern, damit sie einen passenden Platz finden können, muss unser Ziel sein.
Schwerpunkte:
Definition des Begriffes (Systemsprenger)
Grundlegende Aspekte des "psychischen" Systems
Wie entstehen diese Verhaltensbesonderheiten Stresstoleranzfenster
Verhaltensanalyse anhand von den Teilnehmer:innen mitgebrachter Beispiele
Lösungsansätze/Material
| Zielgruppe: | Fach- und Betreuungskräfte in (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behin-derungen nach SGB VIII und SGB IX, Fach- und Betreuungskräfte aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung | |
| verfügbare Plätze: | 20 | |
| Uhrzeit: | 09:00 - 16:00 Uhr | |
| Referent*in: | Petra Wolf, Fachwirtin für Soziales und Gesundheitswesen (IHK); Erzieherin, Sozialmanagement, Coachin (univ.), Mediatorin (univ.), Supervisorin (univ.), Tellington TTouch® for You für Humantherapie, Verfahrensbeistand (Werdenfelser Weg) | |
| Veranstaltungsort: | Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF) – Raum 1.64, Werner-Seelenbinder-Str. 6, 99096 Erfurt | |
| Kosten: | Es fallen keine Tagungsgebühren an. Speisen und Getränke können in der Cafeteria individuell erworben werden. | |
| Anmeldeschluss: | 24.03.2026 | |
| verantwortlich: | Anja Liebmann |