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02-06/2026 Zusammenhänge zwischen Entwicklungstraumatisierungen und Gewaltstraftaten

Montag, 28.09.2026 - 09:00 Uhr bis Montag, 29.09.2026 - 12:00 Uhr

In den Lebensläufen von Gewalt- und Sexualstraftätern finden sich immer wieder zahlreiche und sehr schwerwiegende Formen von Traumatisierungen. Dabei handelt es sich typischer Weise um Bindungstraumata. Diese Beobachtung lässt sich nicht als zufällige Koinzidenz interpretieren, sondern deutet auf einen Zusammenhang zwischen den Erlebnissen in der eigenen Kindheit und späterer Gewaltdelinquenz hin.

Im Seminar wird zunächst auf traumatische Wirkmechanismen eingegangen und wie diese die Entwicklung der Straftäter beeinflussen. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen „normaler“ und dissozialer Persönlichkeitsentwicklung erklären. Diese Unterschiede betreffen typischer Weise die Wahrnehmung, die Emotionsverarbeitung, das Denken, die Beziehungsgestaltung und das Verhalten generell. Außerdem wird der „Sinn“ einer Gewalttat für einen Menschen betrachtet, der ein Trauma erlitten hat.

Das Seminar versucht Gründe für den Zusammenhang zwischen Entwicklungstraumata und Gewaltstraftaten aufzuzeigen und stellt Überlegungen zu einer juristischen Würdigung dieser Traumata an, bspw. im Rahmen einer Verhandlung und gibt Hinweise zu einer Behandlung der Täter unter dem o.g. Gesichtspunkt.

Schwerpunkte:

  • Zusammenhang zwischen frühen Bindungs- und Entwicklungstraumata und späterer Gewalt- und Sexualdelinquenz

  • Traumatische Wirkmechanismen und ihre Auswirkungen auf Persönlichkeitsentwicklung und Sozialverhalten

  • Unterschiede zwischen 'normaler' und dissozialer Persönlichkeitsentwicklung (Wahrnehmung, Emotion, Denken, Beziehung, Verhalten)

  • Juristische Einordnung von Traumatisierungen sowie Implikationen für Bewertung, Verhandlung und Behandlung von Tätern

Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendgerichtshilfe, Fachkräfte der Jugendämter
   
verfügbare Plätze: 20
   
Uhrzeit: Tag 1: 09:00 bis 16:00 Uhr
Tag 2: 09:00 bis 12:00 Uhr
   
Referent*in: Prof. Dr. phil. Johannes Lohner, Dipl.-Psych., Professor für Klinische Sozialarbeit an der Hochschule Landshut
   
Veranstaltungsort: wird mit der Einladung bekanntgegeben
   
Kosten:  
   
Anmeldeschluss: 06.08.2026
   
verantwortlich: Felix Heyder

 


 
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