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03-21/2026 "Schuld und Sühne?“ Die Rolle von Schuldgefühlen und Verantwortungsübernahme bei der Förderung prosozialen Verhaltens

Montag, 08.06.2026 - 09:00 Uhr bis Montag, 09.06.2026 - 16:00 Uhr

Die Pubertät ist ein schwieriges Alter – nicht nur, aber besonders auch für Jungen. Alles ist im Umbruch: Der Körper verändert sich, die Gefühle spielen verrückt, der Umgang mit Eltern und pädagogischen Fachkräften in den verschiedensten pädagogischen Institutionen wird schwieriger und komplizierter – Jungen sind hin- und hergerissen zwischen zum Teil tiefen, innigen Beziehungen zu bedeutsamen Bezugspersonen einerseits und andererseits auch dem Bedürfnis, sich abzunabeln, abzugrenzen, vielleicht auch herauszufordern und zu provozieren… Ein Spagat, der für beide Seiten oft sehr belastend ist.
In diesen oft aufreibenden und herausfordernden Interaktionen findet auch eine Auseinandersetzung der heranwachsenden Jungen mit den sehr unterschiedlichen Werten der verschiedenen erwachsenen Bezugspersonen statt, werden Normen und Werte verhandelt. Am Ende dieses aufreibenden Prozesses haben die Jungen sich die Grundlagen eines eigenen Normen- und Wertesystem für ihr Leben erarbeitet, das sie künftig in die Welt bringen und damit auch die Gesellschaft gestalten. Deshalb birgt dieser Prozess ein enormes pädagogisches Potenzial, das es zu nutzen gilt. Die Fortbildung zielt darauf ab, Pädagog*innen in ihrer pädagogischen Arbeit mit den Jungen und deren Eltern zu befähigen, Jungen zwischen 12 und 16 Jahren in ihrer Entwicklung angemessen zu begleiten und zu unterstützen
und bei ihnen prosoziales Verhalten zu fördern. Aus den Erfahrungen der Jungenarbeit und Wildnispädagogik wollen wir Methoden und Möglichkeiten einer selbstwertstärkenden- und aktivierenden Herangehensweise vorstellen und gemeinsam ausprobieren. In der zweitägigen, aufeinander aufbauenden Fortbildung sollen bewegungsorientierte und naturnahe Methoden ausprobiert werden, die
oft einen guten Zugang gerade auch zu Jungen eröffnen, die durch andere pädagogische Bemühungen nicht mehr erreicht werden. Die Bereitschaft zum Einbringen von Fallgeschichten aus der eigenen pädagogischen Arbeit, sowie zur Selbsterfahrung werden vorausgesetzt.

Eine Veranstaltung der LAG Jungen- und Männerarbeit Thüringen e.V.

Schwerpunkte:

  • Die Rolle von Schuld- und Schamgefühlen bei der Förderung der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme bei Jungen

  • Methoden und Strategien zur Förderung von Empathie, Kooperation und Verantwortungsbewusstsein bei Jungen

  • Erfahrungsaustausch und Diskussion zu Herausforderungen und Erfolgen in der pädagogischen Arbeit mit Jungen

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freier und öffentlicher Träger der Jugendhilfe, pädagogische Fachkräfte
   
verfügbare Plätze: 20
   
Uhrzeit: jeweils 09:00 - 16:00 Uhr
   
Referent*in: Boris Nikolaev, systemischer Kinder-Jugendlichentherapeut, M.Sc. Psychologe
   
Veranstaltungsort: Streuobstwiese im Mariengarten Erfurt (An der Thüringenhalle 12, 99096 Erfurt)
   
Kosten: Möglich Kosten werden mit der Einladung bekanntgegeben.
   
Anmeldeschluss: 20.04.2026
   
verantwortlich: Felix Heyder

 


 
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Wichtiger Hinweis:
Bitte wählen Sie vor dem Absenden des Formulars aus dem Drop-Down-Menü die entsprechende Fortbildung aus.

 
 
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