Wie verändert sich die Arbeitswelt in Thüringen? Welche Herausforderungen beschäftigen die Betriebe – und wo liegen Chancen für die Zukunft? Antworten darauf liefert das IAB-Betriebspanel, das 2025 bereits zum 30. Mal in Thüringen durchgeführt wurde.
An der repräsentativen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beteiligten sich 1.134 Thüringer Betriebe und Verwaltungen. Sie stehen stellvertretend für rund 52.000 Betriebe im Freistaat. Die Ergebnisse zeigen: Die Thüringer Wirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Der demografische Wandel, die Sicherung von Fachkräften, schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und der technologische Fortschritt stellen Betriebe und Beschäftigte vor neue Aufgaben.
Künstliche Intelligenz kommt in den Betrieben an
Ein wichtiger Treiber des Wandels ist die Digitalisierung. 17 Prozent der Thüringer Betriebe nutzten 2025 bereits Künstliche Intelligenz (KI) – damit etwa jeder sechste Betrieb.
Damit KI erfolgreich und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann, braucht es jedoch auch entsprechende Kompetenzen und klare Rahmenbedingungen. Hier besteht noch Nachholbedarf:
Nur rund ein Drittel der Betriebe, die KI einsetzen, bietet ihren Beschäftigten entsprechende Schulungen an. Regeln für den Umgang mit KI gibt es bislang lediglich in rund einem Viertel dieser Betriebe.
Für die Landesregierung bedeutet das: Beschäftigte müssen die Möglichkeit erhalten, sich die notwendigen Kompetenzen für den Umgang mit neuen Technologien anzueignen. Gleichzeitig sollen Betriebs- und Personalräte bei Veränderungen einbezogen werden.









