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Arbeitslosigkeit in Thüringen ist zum Jahresbeginn saisonbedingt angestiegen

In Thüringen ist die Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres 2020 saisonbedingt angestiegen. Darauf macht heute in Erfurt die Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) aufmerksam.

Ministerin Werner sagte: „Der saisonbedingte Anstieg zum Vormonat ist bei Männern vorrangig in Außenberufen und bei Frauen vor allem im Bereich Handel zu verzeichnen. Auch das Auslaufen von Zeitverträgen spielt hierbei eine Rolle. Über 55 Prozent der Arbeitslosen im Freistatt sind aber weniger als sechs Monate arbeitslos. Positiv ist auch, dass der Frauenanteil an allen Arbeitslosen bei nur 41,6 liegt. Er lag in letzter Zeit immer unter 50 Prozent, im Januar 2020 ist er besonders niedrig.“

Hintergrund:

In Thüringen fallen diese saisonal bedingten Schwankungen im Winter immer besonders hoch aus. Es gibt hier relativ viele Auspendler/-innen, deren Arbeitsort außerhalb Thüringens liegt. Werden diese Menschen arbeitslos, werden sie in der Arbeitsmarktstatistik aber trotzdem in Thüringen gezählt. Nach den aktuellsten Daten der Bundesagentur für Arbeit (Pendlerstatistik, Juni 2019) standen im Freistaat 123.954 Auspendler/-innen 68.411 Einpendler/-innen gegenüber. Das ergibt einen negativen Saldo von über 55.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dieser Pendlersaldo verringerte sich in den letzten Jahren stetig, er war früher noch viel höher.