Thüringen stellt die Weichen für die Zukunft des Arbeitsmarktes: Im Rahmen des Pakts für Wachstum und Arbeitsplätze haben zentrale Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine gemeinsame Fachkräftestrategie für die Jahre 2026 bis 2030 verabschiedet.
Beteiligt sind neben der Landesregierung unter anderem der Verband der Wirtschaft Thüringens, der DGB, die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern sowie die LIGA der freien Wohlfahrtspflege. Das dritte Treffen des Pakts fand in Arnstadt statt und unterstreicht den neuen kooperativen Ansatz der Zusammenarbeit im Freistaat.
Fachkräftesicherung als zentrale Zukunftsaufgabe
Thüringen steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: Der demografische Wandel, die Digitalisierung und der Strukturwandel der Wirtschaft führen zu einem steigenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Bereits heute bleiben viele Stellen unbesetzt – insbesondere in Industrie, Handwerk sowie im Gesundheits- und Sozialbereich.
Mit der neuen Strategie reagiert das Land gezielt auf diese Entwicklungen und verfolgt das Ziel, alle verfügbaren Fachkräftepotenziale konsequent zu erschließen.
Fokus auf Ausbildung, Qualifizierung und internationale Fachkräfte
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung junger Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss. Ziel ist es, Übergänge von der Schule in den Beruf besser zu begleiten, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen.
