Neue Rahmenvereinbarung schafft verlässliche Strukturen für den Einsatz zusätzlicher tierärztlicher Expertise im Krisenfall
Thüringen verbessert die Voraussetzungen für eine schnelle und wirksame Bekämpfung von Tierseuchen: Mit der Unterzeichnung einer neuen Rahmenvereinbarung wird künftig der gezielte Einsatz praktizierender Tierärztinnen und Tierärzte im Tierseuchenfall unterstützt. Die Vereinbarung trat nach der abschließenden Unterzeichnung am 6. Juli 2026 im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie in Kraft.
Staatssekretär Udo Götze unterzeichnete die Vereinbarung im Beisein des Präsidenten der Landestierärztekammer Thüringen, Dr. Lothar Hoffmann. Vorausgegangen waren umfangreiche Abstimmungen mit dem Thüringischen Landkreistag e. V., dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen e. V. sowie den Vertreterinnen und Vertretern der tierärztlichen Landesverbände (LpT und LbT) und der Landestierärztekammer Thüringen.
„Die Erfahrungen aus vergangenen Tierseuchenereignissen zeigen: Entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung sind klare Abläufe, eine gute Vorbereitung und das enge Zusammenspiel aller Beteiligten. Mit der neuen Rahmenvereinbarung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um im Ernstfall schnell zusätzliche fachliche Unterstützung aktivieren zu können“, so Staatssekretär Udo Götze.
Die Vereinbarung bündelt die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Tierärzteschaft und regelt den organisatorischen Rahmen für den Einsatz praktizierender Tierärztinnen und Tierärzte bei der Bewältigung von Tierseuchenlagen. Damit wird die bestehende Struktur des Tierseuchenmanagements in Thüringen weiter gestärkt.
Alle Beteiligten sind sich einig: Nur durch ein abgestimmtes und partnerschaftliches Vorgehen kann der Schutz von Tierbeständen und die erfolgreiche Eindämmung von Tierseuchen gewährleistet werden.