Arbeitsministerin Katharina Schenk hat heute in Erfurt den Thüringer Arbeitsschutzpreis 2026 verliehen. Den ersten Preis erhielt die Bosch Sicherheitssysteme – Montage und Service GmbH, Arnstadt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro verbunden.
Die Bosch Sicherheitssysteme – Montage und Service GmbH bekommt die Auszeichnung für die Entwicklung eines Werkzeugs zur gefahrlosen Montage von Messschildern. Mit einem eigens entwickelten Adapter wird das Absturzrisiko während dieser Tätigkeit beseitigt, unnötige Zwangshaltungen werden vermieden und die normgerechte Ausführungsqualität des Arbeitsschrittes ist weiter gewährleistet.
Ministerin Schenk betont: „Arbeitsschutzmaßnahmen sind nicht nur Vorsichtsmaßnahmen, sondern Investitionen in das wichtigste Kapital eines jeden Unternehmens: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit ihrer Idee hat die Bosch Sicherheitssysteme – Montage und Service GmbH eine vorbildhafte Lösung für den Arbeitsschutz entwickelt, die relativ einfach umzusetzen ist und so auch durch andere Betriebe übernommen werden kann.“
Die Mercer DS Smith Packaging Arnstadt GmbH aus Arnstadt belegte den zweiten Platz und erhielt dafür ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Die beiden Unternehmen N3 Engine Overhaul Services GmbH & Co. KG aus Arnstadt sowie die K+S Minerals und Agriculture GmbH aus Unterbreizbach belegen gemeinsam den dritten Platz und wurden mit einem Preisgeld von je 1.500 Euro ausgezeichnet.
Bereits seit dem Jahr 2000 wird der Thüringer Arbeitsschutzpreis an Unternehmen und Institutionen vergeben, um Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu fördern. Mehr als 40 Betriebe und Unternehmen mit ganz unterschiedlicher Größe, Branchenzugehörigkeit und Leistungsspektrum wurden seitdem ausgezeichnet. Am diesjährigen Wettbewerb haben sich neun Unternehmen beteiligt.
„Der Thüringer Arbeitsschutzpreis ist eine Auszeichnung für Unternehmen, deren umgesetzte Projekte unter anderem zum Abbau von hohen sicherheitstechnischen Risiken, erheblichen Unfall- und Gesundheitsgefahren oder mit technischen Lösungen zum Abbau von Arbeitsbelastungen überzeugen. Sie haben Vorbildwirkung und ich hoffe, dass viele Unternehmen es ihnen gleichtun“, so Schenk.
Benannt ist der Preis nach dem Gothaer Arzt Johannes Bube (1687-1747). Dieser gilt als Pionier der Arbeitsmedizin und hat sich zu Lebzeiten mit dem Zusammenhang von Arbeitsbedingungen, Lebensverhältnissen und Gesundheitszustand der Arbeiter in den Seeberger Sandsteinbrüchen beschäftigt.
Weitere Informationen zum Thema Arbeitsschutz: https://www.tmsgaf.de/verbraucherschutz/arbeitsschutz