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Wichtige Medikamente sicher verfügbar – Thüringen setzt auf mehr Produktion in Europa

Thüringer Kabinett beschließt Position zur europäischen Arzneimittelversorgung

Die Thüringer Landesregierung hat bei ihrer auswärtigen Kabinettssitzung in Brüssel am 1. September 2026 eine gemeinsame Position zur europäischen Arzneimittelversorgung beschlossen. Ziel ist es, die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln auch bei internationalen Krisen und Störungen von Lieferketten verlässlich sicherzustellen.

Auf Antrag von Gesundheitsministerin Katharina Schenk verständigte sich das Kabinett auf fünf zentrale Ziele:

  • Mehr Produktion in Europa: Ausbau europäischer Produktionskapazitäten für kritische Arzneimittel und pharmazeutische Wirkstoffe

  • Gezielte Investitionen: Europäische Investitionsprogramme für Produktionsstandorte und innovative Fertigungstechnologien

  • Lieferengpässe früher erkennen: Aufbau eines europaweit vernetzten digitalen Frühwarnsystems

  • Genehmigungsverfahren beschleunigen: Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren, ohne Abstriche bei der Arzneimittelsicherheit

  • Zusammenarbeit stärken: Engere Zusammenarbeit von EU, Mitgliedstaaten, pharmazeutischer Industrie, Großhandel, Apotheken und Gesundheitseinrichtungen


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Ministerin Schenk während der auswärtigen Kabinettsitzung
"Arzneimittelversorgung ist Daseinsvorsorge. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie ihre notwendigen Medikamente bekommen – auch dann, wenn internationale Lieferketten unter Druck geraten."
Katharina Schenk
Thüringer Gesundheitsministerium
 
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Warum europäische Arzneimittelversorgung wichtig ist

Zahlreiche kritische Arzneimittel und pharmazeutische Wirkstoffe werden heute überwiegend außerhalb Europas produziert. Gleichzeitig sind Lieferketten teilweise stark konzentriert. Globale Krisen, geopolitische Spannungen oder Produktionsausfälle können dadurch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Arzneimitteln in Europa haben.

Mit einer stärkeren Produktion innerhalb Europas sollen Abhängigkeiten reduziert und die Versorgung im Krisenfall widerstandsfähiger werden. Europäische Investitionen können zudem dazu beitragen, Produktionsstandorte und innovative Fertigungstechnologien auszubauen.

Lieferengpässe früher erkennen

Ein weiterer Schwerpunkt der Thüringer Position ist ein europaweit vernetztes digitales Frühwarnsystem. Es soll dazu beitragen, sich abzeichnende Lieferengpässe möglichst früh zu erkennen. So können Mitgliedstaaten und Akteure im Gesundheitswesen schneller reagieren.

Thüringen spricht sich außerdem dafür aus, Genehmigungsverfahren dort zu vereinfachen und zu beschleunigen, wo dies möglich ist, ohne Abstriche bei der Arzneimittelsicherheit zu machen.

Thüringer Perspektive in Europa

Die Landesregierung will die weiteren europäischen Entwicklungen zur Arzneimittelversorgung begleiten und die Interessen Thüringens in die Beratungen einbringen. Die europäischen Entscheidungen betreffen dabei unmittelbar die Gesundheitsversorgung vor Ort – von Apotheken und Arztpraxen bis zu Krankenhäusern und Patientinnen und Patienten.

 

 
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Impressionen - In Brüssel vor Ort