Festveranstaltung auf der Wartburg würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement
Zehn Thüringerinnen und Thüringer wurden am Donnerstag, 2. Juli 2026, mit der „Thüringer Rose“ ausgezeichnet. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der Wartburg würdigte die Thüringer Sozialministerin Katharina Schenk Menschen, die sich in besonderer Weise und mit großem persönlichen Einsatz für das gesellschaftliche Miteinander engagieren.
„Die Thüringer Rose würdigt Menschen, die sich mit Haltung und Ausdauer für andere einsetzen. Die diesjährigen Ausgezeichneten sind dafür eindrucksvolle Beispiele: Sie geben Zeit, Zuwendung und Energie und stärken damit das Miteinander in unserer Gesellschaft ganz konkret und tagtäglich. Gleichzeitig stehen sie stellvertretend für alle, die sich mit Hingabe und großem persönlichen Engagement für andere einsetzen“, betonte Sozialministerin Katharina Schenk.
Die Auszeichnung knüpft an das Wirken der Heiligen Elisabeth von Thüringen an, die sich bereits vor mehr als 800 Jahren für Menschen in schwierigen Lebenssituationen einsetzte. Ihr Handeln steht bis heute für gelebte Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Verantwortung füreinander.
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen die große Bandbreite ehrenamtlichen Engagements in Thüringen:
Rosel Blaess engagiert sich seit vielen Jahren für Seniorinnen und Senioren in Ohrdruf. Mit Bewegungsangeboten, kreativen Gruppen und ihrer Arbeit als Ortschronistin schafft sie Begegnungen und bewahrt lokale Geschichte.
Betty Boxberger gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der psychosozialen Notfallversorgung im Landkreis Gotha. Seit den 1990er Jahren wirkt sie am Aufbau und an der Weiterentwicklung entsprechender Strukturen mit und unterstützt bis heute die Einsatznachsorge.
Ronald Haase setzt sich seit 1996 für Opfer von Straftaten ein. Als Leiter der Außenstelle des WEISSER RING im Unstrut-Hainich-Kreis begleitet er Betroffene und übernimmt Verantwortung für die Organisation der Hilfe.
Robin Kallenbach stärkt im Schwarzatal Jugendbeteiligung und demokratische Teilhabe. Mit Projekten der Zukunftswerkstatt Schwarzatal, im Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt sowie im Quartiersmanagement fördert er Begegnung und regionale Entwicklung.
Christian Piszczan-Korff hat mit den Helping Angels Gotha vielfältige Unterstützungsangebote geschaffen – von der Kinderbegleitung bis zur Hilfe für Menschen am Lebensende.
Stephan Rothweil setzt sich für die Interessen älterer Menschen im Ilm-Kreis ein. Als Vorsitzender des Seniorenbeirates, Seniorenbeauftragter und Mitglied im Seniorenrat arbeitet er an Verbesserungen bei Teilhabe, Mobilität und Lebensqualität im Alter.
Gaby Steinmetz engagiert sich in Nordhausen für die Leseförderung. Als Mentorin begleitet sie Kinder beim Lesenlernen, koordiniert Ehrenamtliche und eröffnet damit bessere Bildungschancen.
Bärbel Stelle unterstützt seit mehreren Jahren eine afghanische Familie in Erfurt. Mit Begleitung im Alltag, bei Behördengängen und schulischen Fragen trägt sie wesentlich zum Ankommen und zur Integration bei.
Holger Tattermusch gründete den Gehörlosen-Sportverein „Huckepack 2006 Dingelstädt e. V.“ und engagiert sich als Präsident des Gehörlosen-Vereins Erfurt für sportliche, kulturelle und soziale Teilhabe von Menschen mit Hörschädigung.
Ruth Weisbach leistet umfangreiche Arbeit in der Selbsthilfe. Sie betreut mehrere Selbsthilfegruppen und unterstützt die Arbeit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe durch organisatorisches Engagement.
Mit der „Thüringer Rose“ macht das Thüringer Sozialministerium seit vielen Jahren auf Menschen aufmerksam, die mit ihrem freiwilligen Einsatz Gemeinschaft gestalten und anderen helfen. Die ausgezeichneten Ehrenamtlichen stehen zugleich stellvertretend für die vielen Menschen in Thüringen, die sich täglich freiwillig für andere einsetzen.















