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Unterstützungsangebote

Pflegebedürftige sollen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung leben können. Dank der Hilfe ihrer Familien ist dies auch in vielen Fällen möglich. Oft kommen die Angehörigen pflegebedürftiger Menschen aber schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und benötigen Unterstützung

Darum existieren auch in Thüringen niedrigschwellige Unterstützungsangebote. Dies sind Angebote, die Pflegepersonen entlasten und pflegebedürftigen Menschen helfen sollen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und den Alltag weiterhin möglichst selbstständig bewältigen zu können. Die Angebote zeichnen sich zumeist dadurch aus, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter der Anleitung einer ausgebildeten Fachkraft die Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen übernehmen. Anerkennungsfähige Unterstützungsangebote können sein:

  • Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen
  • Helferkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich
  • Tagesbetreuungen in Kleingruppen oder Einzelbetreuung (Beschäftigung und Beaufsichtigung)
  • Serviceangebote für haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Alltagsbegleitung
  • Pflegebegleitung
  • Beratung pflegender Angehöriger

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Heimaufsicht beim Thüringer Landesverwaltungsamt. Dort finden Sie auch die notwendigen Voraussetzungen und Antragsunterlagen, wenn Sie selbst ein Unterstützungsangebot zur Verfügung stellen wollen.

Zudem fördert der Freistaat Thüringen anerkannte Unterstützungsangebote. Zuständig hierfür ist das Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA). Dort finden Sie auch die notwendigen Voraussetzungen und Antragsunterlagen, wenn Sie eine Förderung erhalten möchten.

 
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Stärkung der Teilhaberechte

Die 2014 in Kraft getretene Nachfolgeregelung zum Heimgesetz heißt nicht nur Wohn-, sondern auch Teilhabegesetz. Denn es will konsequent die Rechte Pflegebedürftiger und behinderter Menschen in stationären Einrichtungen und sonstigen Wohnformen stärken.

Das Hauptziel des Wohn- und Teilhabegesetz besteht darin, die Würde sowie die Interessen und Bedürfnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern vor Beeinträchtigungen zu schützen. Das Regelwerk sieht zugleich moderne Anforderungen an Selbstbestimmung und Teilhabe sowie die Qualität gemeinschaftlich betreuter Wohnformen von Pflegebedürftigen oder Menschen mit Behinderung vor. Dazu werden mit dem Gesetz die Beratungs- und Informationsangebote ausgebaut, die Beschwerdemöglichkeiten durch die Einführung eines Beschwerdemanagements verbessert und die Mitwirkung der Betroffenen in ihrer Einrichtung oder Wohnform weiterentwickelt. Das Gesetz ermöglicht zudem neue Wohnformen im Sinne einer vielfältigen Angebotslandschaft zur Durchsetzung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“.

Für die Umsetzung des Thüringer Wohn- und Teilhabegesetzes ist die Heimaufsicht des Thüringer Landesverwaltungsamts verantwortlich. Sie berät Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige aber auch Einrichtungsträger und deren Beschäftigte.