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Sozialhilfe

„Aufgabe der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht.“ (§ 1 SGB 12)

Wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Kräften und mit eigenen Mitteln bestreiten kann oder nicht in der Lage ist, sich in besonderen Lebenslagen – bspw. im Falle von Pflegebedürftigkeit – selbst zu helfen und auch anderweitig keine ausreichende Hilfe erhält, hat ein Recht auf persönliche und wirtschaftliche Hilfen. Ein zentrales Ziel der Sozialhilfe ist es, die Selbsthilfekräfte zu stärken und die Führung eines menschenwürdigen Lebens zu ermöglichen.

 
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Sozialhilfe wird je nach Notlage des Empfängers vorübergehend oder ständig gewährt. Üblicherweise muss Sozialhilfe nicht zurückgezahlt werden, es sei denn, sie wird ausdrücklich als Darlehen gewährt.

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) nach dem SGB XII können nur vorübergehend oder dauerhaft voll erwerbsgeminderte oder ältere Menschen erhalten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige erhalten demgegenüber bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende, so genannte „Hartz IV“-Leistungen).

Sozialhilfe wird in unterschiedlicher Form erbracht: Vorwiegend als Geldleistung - als laufende monatliche Zahlung, als einmalige Leistung oder als Darlehen z.B. zur Überbrückung des Renteneintrittsmonats – aber auch als Sachleistung, als persönliche Hilfe, etwa bei der Beschaffung einer Wohnung oder eines Heimplatzes und durch Beratung und Betreuung der/des Hilfesuchenden.

 
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Arten von Sozialhilfe

Sozialhilfe wird in sieben Arten von Hilfen untergliedert, dentsprechend Leistungen den jeweiligen Lebenslagen:

  • Hilfe zum Lebensunterhalt (§§ 27 - 40 SGB XII)
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§§ 41 - 46b SGB XII)
  • Hilfen zur Gesundheit (§§ 47 - 52 SGB XII)
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (bis 31.12.2019: §§ 53 - 60a SGB XII; ab dem 01.01.2020 wird die Eingliederungshilfe als eigenständige Leistung nach dem SGB IX gewährt)
  • Hilfe zur Pflege (§§ 61 - 66a SGB XII)
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten (§§ 67 - 69 SGB XII)
  • Hilfe in anderen Lebenslagen (§§ 70 - 74 SGB XII)

Für die Bewilligung von Leistungen nach dem SGB XII sind die örtlichen Sozialhilfeträger (Sozialämter) der jeweiligen kreisfreien Städte und Landkreise zuständig. Weiterführende Informationen finden Sie im Zuständigkeitsfinder des Serviceportal Thüringen.