Inhaltselment überspringen 

Krankenhäuser in Thüringen

Für Flächenländer wie Thüringen ist es entscheidend, dass den Bürgerinnen und Bürger eine qualitativ hochwertige, wirtschaftliche und wohnortnahe stationäre Akutversorgung zur Verfügung steht.

 
Inhaltselment überspringen 

Die Thüringer Krankenhäuser sind mit ihren Standorten in der Fläche des Freistaats gut verteilt. Sie sind unterteilt in regional versorgende, regional intermediär versorgende und überregional versorgende Krankenhäuser. Das Thüringer Krankenhausgesetz (ThürKHG) regelt die Sicherstellung der Krankenhausversorgung als öffentliche Aufgabe. Im Bereich der Versorgung durch die Krankenhäuser wird zunehmend die Qualität der Leistungserbringung, also der Patientenversorgung, immer wichtiger. In Thüringen sind Qualitätsvorgaben zur weiteren Verbesserung der Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten in der Verordnung über Qualitäts- und Strukturanforderungen (ThürQSVO) festgehalten.

Gute medizinische Versorgung ist vernetzte Versorgung. Nur im Zusammenwirken von niedergelassenen Allgemeinmedizinern, Fachärzten und den Krankenhäusern kann künftig die gesundheitliche Versorgung erfolgreich gesichert und von den Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen werden. Der Freistaat Thüringen trägt zur Umsetzung dieses Prozesses durch die Krankenhausplanung und Krankenhausfinanzierung bei.

 
Inhaltselment überspringen 

Ausgewählte Krankenhausstandorte

Evang. Fachkrankenhaus für Atemwegserkrankungen in Neustadt / Südharz
Die Lungenklink Neustadt GmbH blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück. Von 1998 bis 2003 wurde das Krankenhaus unter Erhalt der denkmalgeschützten Fassade baulich vollständig modernisiert.
Außenaufnahme der m&i Fachklinik Bad Liebenstein
Die m&i-Fachklinik Bad Liebenstein ist eine Fachklinik für Rehabilitation mit Sitz in Bad Liebenstein, Thüringen. Zu den Leistungen zählen die Neurologische Frührehabilitation nach Phase B, weiterführende Neurorehabilitationen sowie Rehabilitationen in der Orthopädie, Unfallchirurgie, Kardiologie und Innere Medizin.
Frontalansicht des Eingangsbereiches der Fachklinik für Orthopädie des Marienstift Arnstadt
Das Marienstift Arnstadt verbindet in seiner Fachklinik für Orthopädie ein traditionsreiches Leistungsspektrum mit den hochmodernen Behandlungsmethoden eines überregionalen Kompetenzzentrums. In dieser Funktion bietet die Fachklinik Behandlung und Eingriffe aller Schwierigkeitsgrade im Fachgebiet der Orthopädie, Rheuma- sowie der Kinderorthopädie.
Haupteingang Ilm-Kreis-Klinikum Arnstadt, Foto: Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau gGmbH
Als Plankrankenhaus des Freistaates Thüringen beschäftigen die Ilm-Kreis-Kliniken an den Standorten Arnstadt und Ilmenau 750 Mitarbeiter und versorgen circa 21.000 stationäre Patienten. Auch die ambulante Versorgung, circa 30.000 Patienten jährlich, gehört zu den Aufgaben der Kliniken.
Ansicht des Eingangsbereiches am Ilm-Kreis-Klinikum Ilmenau, Foto: Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau gGmbH
Als Plankrankenhaus des Freistaates Thüringen beschäftigen die Ilm-Kreis-Kliniken an den Standorten Arnstadt und Ilmenau 750 Mitarbeiter und versorgen circa 21.000 stationäre Patienten. Auch die ambulante Versorgung, circa 30.000 Patienten jährlich, gehört zu den Aufgaben der Kliniken.
Außenansicht Klinikum Bad Salzungen, Foto: Klinikum Bad Salzungen GmbH
Das Klinikum Bad Salzungen, das sich in Trägerschaft des Wartburgkreises befindet, ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung im Krankenhausplan Thüringen. Als regionales Gesundheitszentrum und Akademisches Lehrkrankenhaus versteht es sich als Partner der Menschen unserer Region mit ihren Erkrankungen, ihren gesundheitlichen Fragen und Sorgen.
Luftaufnahme des Kreiskrankenhauses Greiz, Bild: Kreiskrankenhaus Greiz GmbH
Umfangreiche Baumaßnahmen haben dafür gesorgt, das sich der Greizer Krankenhauskomplex zu einem der modernsten in Thüringen entwickelt hat. So konnte im Jahre 2003 der Funktionsbau und drei Jahre später das Bettenhaus übergeben werden. Anfang 2008 wurde das Bettenhaus C (ehemaliges Haupthaus) nach grundlegender Sanierung wieder geöffnet. Insgesamt stehen unseren Patienten 296 Betten in wohnlichen 1- und 2 Bettzimmern zur Verfügung.
Luftaufnahme des Kreiskrankenhauses Schleiz, Bild: Kreiskrankenhaus Schleiz GmbH
Das Kreiskrankenhaus Schleiz ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Die Geschichte des Schleizer Krankenhauses lässt sich bis 1864 zurückverfolgen. Hauptfachabteilungen sind die Kliniken für Innere Medizin, die Klinik für Chirurgie, die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Klinik für Anästhesie- und Intensivmedizin und die Röntgendiagnostische Abteilung.
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Altenburg, Foto: Ev. Lukas-Stiftung Altenburg
In dem Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Altenburg finden Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krisensituation befinden, umfassende Diagnostik und Behandlung.
Luftaufnahme des Robert-Koch-Krankenhauses in Apolda, Bild: Robert-Koch-Krankenhaus Apolda GmbH
Das Robert-Koch-Krankenhaus Apolda ist ein Akutkrankenhaus in der mittelthüringischen Kreisstadt Apolda, das für das Einzugsgebiet der Stadt Apolda und den Nordteil des Landkreises Weimarer Land mit zusammen ungefähr 50.000 Einwohnern zuständig ist.
Außenansicht des St. Elisabeth-Krankenhauses in Lengenfeld unterm Stein
Das St. Elisabeth Krankenhaus in Lengenfeld unterm Stein ist die erste anerkannte Fachklinik für Geriatrie im Freistaat Thüringen. Sie verfügt heute über 114 stationäre Betten und neun teilstationäre Plätze. Behandlungsschwerpunkte sind neben dem Schlaganfall Patienten mit Zustand nach Gelenkersatzoperationen, Frakturen und allgemein erkrankte Patienten, die einer intensiven Mobilisation bedürfen.
Luftaufnahme vom Waldkrankenhaus "Rudolf Elle" Eisenberg, Foto: Waldkrankenhaus "Rudolf Elle" GmbH
Die Waldkliniken Eisenberg in Ostthüringen sind die größte universitäre Orthopädie Europas und die einzige Universitätsorthopädie Thüringens.
 
Inhaltselment überspringen 

Krankenhausplanung

Ziel der Krankenhausplanung ist die Gewährleistung der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit den notwendigen stationären und teilstationären medizinischen Leistungsangeboten in gesicherter Qualität.

Dafür stellt das Thüringer Gesundheitsministerium als Planungsbehörde einen Krankenhausplan auf. Die Geltungsdauer des Krankenhausplans beträgt aktuell sechs Jahre. Zugleich ist die Planungsbehörde zu einer zweijährlichen Nachplanung verpflichtet. Der siebte Thüringer Krankenhausplan wurde am 20. Dezember 2016 von der Thüringer Landesregierung verabschiedet und ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

Der Krankenhausplan ist Resultat eines intensiven Diskussionsprozesses im Krankenhausplanungsausschuss des Landes, an dem die Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Krankenkassen und weitere Akteure beteiligt waren.

 
Inhaltselment überspringen 

Krankenhausfinanzierung

Grundsätzliches

In Deutschland steht die Finanzierung der Krankenhäuser auf zwei Säulen. Die Länder übernehmen die Investitionskosten der Krankenhäuser, die in den Krankenhausplan aufgenommen wurden (zum Beispiel für die Errichtung von Gebäuden, Geräteausstattung). Die Krankenkassen und selbstzahlende Patientinnen und Patienten finanzieren mit den für Krankenhausbehandlungen zu entrichtenden Entgelten die Betriebskosten (Personal, Gebäudeerhaltung, Verbrauchsgüter).

Krankenhausinvestitionsprogramm 2014 - 2020

Ziel der Investitionsplanung ist die Schaffung von bedarfsgerechten, leistungsfilhigen und wirtschaftlich arbeitenden Krankenhäusern in Thüringen. Die geförderten Investitionsmaßnahmen dienen zur Umsetzung dieser Ziele.

Mit dem Krankenhausinvestitionsprogramm 2014 - 2020 werden 24 in den vergangenen Jahren begonnene Maßnahmen mit einem Gesamtumfang von 276,3 Millionen Euro fortgeführt. Außerdem werden 10 Millionen Euro für die Zwischenfinanzierung der Kosten der Gesamtsanierung am SRH Wald-Klinikum Gera bereitgestellt. Hierfür stehen im Landeshaushalt 2014 Ausgabemittel in Höhe von 33,5 Millionen Euro bereit.

Außerdem stehen für Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 24,0 Millionen Euro zur Verfügung, die für die Bewilligung neuer Maßnahmen eingesetzt werden sollen. Schwerpunkt der Förderung ist die Fortführung der Gesamtsanierung des Ökumenischen Hainich Klinikums Mühihausen, hier insbesondere die schrittweise Erneuerung der Infrastruktur für die Ver- und Entsorgung.

In den Ausgabemitteln des Haushaltsjahres 2014 sind die Mittel der Krankenhausnutzer nach Art. 14 Gesundheitsstrukturgesetz sowie die kommunale Krankenhausumlage nach § 8 Abs. 2 Thüringer Krankenhausgesetz enthalten.

Hinweis:
Mit dieser Veröffentlichung ist nicht die Aufnahme einer Maßnahme in das Krankenhausinvestitionsprogramm nach § 11 Abs. 3 ThürKHG verbunden. Das Thüringer Gesundheitsministerium behält sich vor, die vorgesehenen Jahresraten entsprechend dem tatsächlichen Bauablauf und auf Grund geprüfter Änderungen der beantragten Vorhaben zu verändern. Soweit Einsparungen und Rückflüsse in das Investitionsprogramm es zulassen oder soweit die planerischen Vorleistungen bei den vorgesehenen Maßnahmen für eine Bewilligung nicht ausreichen, können andere oder zusätzliche Maßnahmen aus den vorliegenden Förderanträgen in das Programm aufgenommen werden. Die Angaben in den Tabellen berücksichtigen nicht etwaige Ausgabereste aus den Vorjahren.

Krankenhausförderrichtlinie

Die Richtlinie regelt das Verfahren für die Einzelförderung von Krankenhäusern nach §§ 10 und 13 Thüringer Krankenhausgesetz (ThürKHG) sowie für die Pauschalförderung der Krankenhäuser nach § 12 ThürKHG. Die Richtlinie zur Förderung der Krankenhäuser steht zum Download im PDF Format bereit.

Hinweis:
Die Richtlinie zur Förderung der Krankenhäuser wird überarbeitet. Die darin festgeschriebenen Förder- und Bewilligungskriterien bleiben hinsichtlich der Verwendungsnachweisprüfung zu den nach der Richtlinie erlassenen Bewilligungsbescheiden weiterhin relevant.