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Verleihung der Thüringer Rose 2019

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), wird am kommenden Dienstag in Eisenach zwölf Thüringerinnen und Thüringer mit der „Thüringer Rose“ auszeichnen. Mit dieser Medaille werden jährlich Menschen geehrt, die sich in überdurchschnittlicher Weise bei ehrenamtlicher und karitativer Arbeit sozial engagieren.

Wann:                  Dienstag, 19. November 2018, 15.00 Uhr
Ort:                       Eisenach, Wartburg, Festsaal, Auf der Wartburg 1

Sozialministerin Heike Werner sagte vorab: „Die „Thüringer Rose“ ist eine Auszeichnung dafür, sich in uneigennütziger und besonders engagierter Weise für andere Menschen, deren Belange und Bedürfnisse einzusetzen. Das Ehrenamt ist in unserer Gesellschaft besonders wichtig, denn freiwilliges Engagement bedeutet oftmals schnelle und unkomplizierte Hilfe. Menschen, die sich entscheiden sich für die Gesellschaft und deren Belange einsetzen zu wollen, tun dies freiwillig und unentgeltlich und oftmals auch ohne die verdiente Anerkennung. Gerade deshalb müssen wir bewusst hinsehen und diesen Menschen für ihr Engagement, Ihr Einfühlungsvermögen und Ihre Zeit danken.“

In diesem Jahr hat die Jury aus zahlreichen Vorschlägen folgende Thüringerinnen und Thüringer für die Auszeichnung ausgewählt:

Heike Debertshäuser (Ilmenau) ist seit sechs Jahren Vorsitzende der Initiativgruppe Ilmenau der in der DDR geschiedenen Frauen. In diesem Rahmen setzt sie sich für die Anerkennung der Lebensleistung dieser Frauen ein, um eine Änderung des Rentenrechts herbeizuführen. Sie fordert insbesondere einen rentenrechtlichen Nachteilausgleich für die geleistete Familienarbeit, den es für in der DDR geschiedene Frauen aktuell nicht gibt.

Hartmut Gerlach (Rudolstadt) verbindet man in Rudolstadt seit Jahrzehnten mit Fußball. Er ist im Regionalfußball als Trainer, Vorstand, Stadionsprecher und Ansprechpartner für Pressearbeit aktiv. Zudem gibt er seit dem Jahr 1990 zu jedem Heimspiel ein Stadionheft heraus. Auch über die Stadtgrenzen Rudolstadts hinaus ist der Name Gerlach eng mit dem Fußball verbunden, so sitzt Herr Gerlach im Vorstand des Thüringer Fußballverbandes und ist Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses.

Karin Hornschuch (Suhl) ist seit 2015 in der Betreuung von Flüchtlingen aktiv. Unter anderem initiierte sie das „Team Sport und Spiel“, eine Gruppe, die für die Betreuung von Kindern aus der Erstaufnahme-Einrichtung diverse Freizeitaktivitäten organisiert, um den geflüchteten Kindern eine Freude zu bereiten. Dabei behält sie stets das große Ganze im Blick und bemüht sich auch darum, geflüchtete und einheimische Kinder zusammen zu bringen, damit diese im Sinne eines interkulturellen Austausches voneinander profitieren.

Ursula Kachel (Erfurt) engagiert sich in verschiedensten Bereichen. So unterstützt sie nicht nur die Friedensaktivisten bei deren vielfältigen Aktionen in Erfurt und ganz Thüringen, sondern macht sich auch für die Bekämpfung von Armut stark, indem sie etwa die wöchentliche Anti-Hartz-IV-Demo in Erfurt aktiv mitgestaltet. Zudem war sie von 2005 bis 2010 im Erfurter Osteuropa-Verein tätig, wo sie jedes Jahr aus Osteuropa stammende ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei deren Besuchen in Erfurt betreute.

Uta Köhler (Braunichswalde) leitet seit nunmehr 13 Jahren den Landesverband „Frauenselbsthilfe nach Krebs“, da ihr dieses Thema eine Herzensangelegenheit ist. Für die Betroffenen und deren Angehörige organisiert sie verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten, wie etwa Zusammenkünfte mit Ärzten und Apothekern oder Wassergymnastik- und Kochkurse. Zudem ist sie für erkrankte Menschen eine zuverlässige Freundin und liebevolle und hochgeschätzte Zuhörerin.

Erika Kreische (Ilmenau) macht sich für Seniorinnen und Senioren stark. Sie ist Gründungsmitglied des Seniorenbeirats der Stadt Ilmenau und setzt sich hier seit nunmehr 25 Jahren aktiv für die politischen Belange von Seniorinnen und Senioren ein. Mit ihrem Engagement trägt sie darüber hinaus dazu bei, den Alltag älterer Menschen bunter und aktiver zu gestalten. So organisiert sie zum Beispiel wöchentliche Treffen oder auch die „Blaue Reise“, einen jährlich stattfindenden Überraschungs-Busausflug.

Gerhard Kullmann (Heiligenstadt) leitet seit 1991 mit viel Geschick und Einsatz den Ortsverband Heilbad Heiligenstadt im Thüringer Landesverband im Bund der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen. In diesem Rahmen organisiert er Zusammenkünfte in vielerlei Form: Dank ihm stehen gleichermaßen Musikveranstaltungen, wie wirtschaftliche und politische Vorträge oder auch Tagesfahrten auf dem Programm. Hierdurch hilft er den Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen.
Uwe Ludwig (Kalbsrieth/ Ritteburg) ist als hochgeschätztes Mitglied der Kreisjugendfeuerwehr Artern und als Kreisjugendwart der Jugendfeuerwehren bekannt. Bereits seit 1990 übernimmt er in der Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr Verantwortung und organisiert verschiedene Trainingsveranstaltungen und Freizeitausflüge. Zusätzlich engagiert sich Herr Ludwig aktiv gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und tritt für Toleranzförderung ein.

Silvia Oberender (Schleusingen) hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Sportverein Schleusingen sich auch für Menschen mit geistiger Behinderung öffnet. Seither trainiert sie die Menschen mit Behinderung mit viel Einfühlungsvermögen und begleitet sie zu Wettkämpfen. Auch um die Organisation der Teilnahme an den Wettkämpfen kümmert sie sich und stimmt mit den jeweiligen Einrichtungen Bedürfnisse der Sportlerinnen und Sportler ab.

Else Rosenthal (Wintzingerode) ist Vorsitzende des Heimatvereins Wintzingerode und organisiert in dieser Funktion verschiedene Veranstaltungen wie etwa geführte Wanderungen zweimal pro Jahr und gemütliche Feiern zur Weihnachts- und Faschingszeit. Engagement zeigt sie auch im Gemeindekirchenrat und im Gemeinderat, wo sie sich für kommunalpolitische Belange einsetzt. Auch ihr Einsatz für die Integration von Geflüchteten darf nicht ungenannt bleiben.

Joachim Trautschold (Pößneck) setzt sich für obdachlose Menschen und Menschen, die aus dem Justizvollzug entlassen wurden ein. Von 1996 bis 2017 leitete er das Übergangswohnheim für von Obdachlosigkeit bedrohte Bürger der Region Pößneck. Dort kümmerte er sich um jeden einzelnen Menschen und half Sucht- und Schuldenprobleme sowie soziale Interaktionsdefizite zu überwinden. Insbesondere die Hilfe bei der Suche nach einer dauerhaften, eigenen Wohnung lag ihm am Herzen.

Elisabeth Wackernagel (Jena) hatte einen entscheidenden Einfluss auf alle Bereiche des Jenaer Ehrenamts – sei es sportlich, kulturell oder politisch. Für die Belange von Seniorinnen, Senioren und Jugendlichen setzte sie sich sowohl als Vorsitzende des Stadtsportbundes Jena als auch als Mitglied des Jenaer Stadtrats, als Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses oder des Ehrenamtsbeirates der Stadt ein. Aktiv war sie zudem im Jugendhilfeausschuss und im Sozialausschuss.

Der Termin eignet sich auch für die Bildberichterstattung.