Inhaltselment überspringen 

Informationen für Eltern

Die Europäische Kommission hat am 31. Mai 2021 auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab zwölf Jahren zugelassen. Am 23. Juli hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auch die Erweiterung der Zulassung der Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna empfohlen. Die Europäische Kommission hat die Zulassung für diesen Personenkreis entsprechend erweitert.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe seit dem 19. August offiziell für alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Auf dieser Seite beantworten wir in diesem Zusammenhang Fragen rund um das Thema Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche.

 
Inhaltselment überspringen 

Häufig gestellte Fragen

Gibt es die Corona-Schutzimpfung auch für Kinder und Jugendliche?

Ja – zwei Impfstoffe für Kinder ab 12 Jahren sind zugelassen: Die Europäische Kommission hat am 31. Mai 2021 auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Am 23. Juli hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auch die Erweiterung der Zulassung der Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna empfohlen. Die Europäische Kommission hat die Zulassung für diesen Personenkreis entsprechend erweitert.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe seit dem 19. August offiziell für alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Es laufen auch bereits Studien zur Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren.

Empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für alle Kinder und Jugendliche?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe seit dem 19. August offiziell für alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Zuvor hat die STIKO die Impfung nur für bestimmte Kinder und Jugendliche empfohlen, z. B. wenn diese bestimmte Vorerkrankungen haben.

Warum hat die STIKO jetzt Ihre Empfehlung geändert?
Bevor die STIKO den Impfstoff für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren empfehlen konnte, mussten noch mehr Daten gesammelt werden, um ganz sicher zu sein, dass sich die Impfung wirklich für alle 12- bis 17-Jährigen lohnt, und nicht nur für die besonders gefährdeten. Mittlerweile ist die Datenlage ausreichend, um die Impfung für alle Kinder und Jugendlichen zu empfehlen. Auch andere Impfungen waren früher mal länger auf dem Prüfstand, das ist ein normaler Prozess.

Zur Empfehlung: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/33/Art_01.html

Was ist die Ständige Impfkommission (STIKO)?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist ein unabhängiges Expertengremium aus Expertinnen und Experten, das am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelt ist. Die Aufgabe der STIKO ist es, Impfempfehlungen auf der Basis der besten aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse abzugeben[1]. Die Abstimmung über diese Empfehlungen erfolgt dann mit weiteren Expertenkreisen und Fachgesellschaften. Die STIKO-Sitzungsprotokolle sind öffentlich zugänglich und können von jedem eingesehen werden.[2]

Die STIKO betrachtet für die Entwicklung ihrer Empfehlungen immer die jeweils aktuellsten Daten. Die Empfehlungen hängen sowohl von der Verfügbarkeit als auch der Qualität der Daten ab. Welche Impfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wirklich wichtig sind, wie und wann generell geimpft werden sollte, wird im Impfkalender der STIKO übersichtlich dargestellt.

Die Empfehlungen der STIKO sind politisch unabhängig und gelten als wissenschaftlicher Standard.


[1]https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_node.html

[2]https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Protokolle/protokolle_node.html

 

Wo finde ich weitere Informationen zur STIKO-Empfehlung?

Sie möchten weitere bzw. detailliertere Informationen zur Empfehlung der Ständigen Impfkommission? Das Robert Koch-Institut beantwortet weitere Fragen, z.B. auch zur Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche auf einer FAQ-Seite.

Wie sicher und wie wirksam ist die Impfung bei Kindern und Jugendlichen?

In der Zulassungsstudie von Comirnaty (BioNTech/Pfizer) für Kinder und Jugendliche (12-15 Jahre) wurde eine sehr gute Wirksamkeit für die Verhinderung von COVID-19-Erkrankungen ermittelt. Weitere Informationen - auch zu aufgetretenen Impfreaktionen - finden Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instiuts in einem gesonderten FAQ-Bereich.

Wird es auch Impfmöglichkeiten in Schulen oder Freizeitstätten geben?

Wenn es seitens der Schule gewünscht ist, kann über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung, ein Impftermin an einer Schule organisiert werden. Die Impfungen an oder im Umfeld von Schulen sollen nicht während des Unterrichts bzw. der Unterrichtszeiten erfolgen. Die Begleitung Minderjähriger durch mindestens ein Elternteil zum Impftermin ist vorgesehen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: https://www.impfen-thueringen.de/schulen.php

Wird es spezielle Impf-Angebote für die ganze Familie geben?

Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen bieten wir regelmäßig sogeannte Familienimpftage an. Hier werden auch Kinder- und Jugendärzte in den Impfstellen vor Ort sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: www.impfen-thueringen.de.

Können Kinder/Jugendliche bei der Impffrage selbst entscheiden oder mitbestimmen?

In manchen Familien geht die Meinung über das Impfen auseinander. Es kann Fälle geben, in denen Kinder sich eine Impfung wünschen, Eltern das aber nicht unterstützen. Was ist hier ratsam?

Erstmal sollte man versuchen, gemeinsam über die Impfung zu sprechen. Versuchen Sie, alle Fragen ernst zu nehmen und den Bedenken von beiden Seiten auf den Grund zu gehen. Manchmal hilft eine gemeinsame Liste mit Fragen, die Sie bei einem Arztbesuch klären können.

Rein rechtlich gesehen ist die Zuständigkeit für die Einwilligung zu medizinischen Eingriffen bei Minderjährigen und damit auch bei deren (beabsichtigter) Impfung abhängig von der Einwilligungsfähigkeit des Kindes. Einwilligungsfähig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Kind bzw. der oder die Jugendliche in der Lage ist, die Bedeutung und Tragweite seiner Entscheidung zu erkennen, angemessen zu beurteilen und danach zu handeln. Trifft dies auf das Kind/den Jugendlichen zu, kann es trotz Minderjährigkeit selbst entscheiden, ob es geimpft werden möchte oder nicht.

Die Einwilligungsfähigkeit wird, anders als die Geschäftsfähigkeit, nicht pauschal an einem bestimmten Alter festgemacht (vgl. Damm, MedR 2015, 775, 781). Daher ist es stets ärztliche Aufgabe, im Einzelfall festzustellen, ob der Jugendliche „nach seiner geistigen und sittlichen Reife die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag“ (BGHZ 29, 33 ).

Einer ergänzenden Zustimmung des Sorgeberechtigten und gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern, ist in diesem Fall nicht notwendig (vgl. BGH NJW 1972, 811; Prütting, Medizinrecht, § 630d BGB, RZ. 26). 

Ist der minderjährige Patient nicht einwilligungsfähig entscheiden die Eltern. Diese üben die Personensorge, zu der auch die Entscheidung über Impfungen gehört, grundsätzlich gemeinschaftlich aus – müssen also gemeinsam entscheiden -  und haben dabei auf die wachsenden Fähigkeiten des Minderjährigen Rücksicht zu nehmen (§ 1626 Abs. 2 BGB).

Kann ein Kind gegen seinen/ihren Willen geimpft werden?

Im Idealfall sind alle Beteiligten mit der Impfung einverstanden. Allerdings gibt es Situationen, in denen es nicht so läuft. Was können Sie tun?

Wenn Ihr Kind einer Impfung nicht sofort zustimmt, bedeutet das nicht, dass es grundsätzlich nicht geimpft werden möchte. Eventuell sind noch Fragen offen, die erst geklärt werden müssen. Hören Sie zu, welche Fragen offen sind, welche Ängste oder Zweifel Ihr Kind äußert. Versuchen Sie nicht gleich zu widersprechen, hören Sie erstmal zu. Eltern wie Kinder sollten sich idealerweise über ihre Beweggründe austauschen. Suchen Sie das gemeinsame Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. 

Rein rechtlich gesehen hat das minderjährige Kind, wenn es als einwilligungsfähig betrachtet wird, ein Vetorecht gegen die Entscheidung der Eltern, die das Kind gerne impfen lassen möchten. Das bedeutet, dass der Arzt oder die Ärztin ein Kind nicht gegen seinen Willen impfen wird, wenn der Arzt das Kind als einwilligungsfähig betrachtet.

Einwilligungsfähig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Kind bzw. der oder die Jugendliche in der Lage ist, die Bedeutung und Tragweite seiner Entscheidung zu erkennen, angemessen zu beurteilen und danach zu handeln. Die Einwilligungsfähigkeit wird, anders als die Geschäftsfähigkeit, nicht pauschal an einem bestimmten Alter festgemacht. Es kann hier also keine „Zwangsbehandlung“ geben, das ist aus verfassungsrechtlichen Gründen ausgeschlossen (Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG) (vgl. Wagner, Münchner Kommentar, BGB § 630d, Rz. 41).

 
Inhaltselment überspringen 

Informationen zur Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe seit dem 19. August offiziell für alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Alle wichtigen Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen haben wir speziell für Kinder und Jugendliche auf einer Übersichtsseite zusammengestellt. Die Informationen auf dieser Seite werden fortlaufend aktualisiert.

 
Inhaltselment überspringen