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Thüringen impft

Impfempfehlungen für Erwachsene (18-59 Jahre)

 
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Auch für Erwachsene sind Impfungen wichtig

Und, fällt Ihnen spontan ein, wo Sie Ihren Impfausweis verstaut haben? Da müssten Sie erst suchen? Damit sind Sie nicht allein. In den „besten Jahren“ denken wir häufig nicht mehr über unseren Impfschutz nach. Dabei sind Impfungen nicht nur für Kinder und Menschen über 60 wichtig. Auch Erwachsene jungen und mittleren Alters können an vermeintlichen „Kinderkrankheiten“ wie Masern oder Keuchhusten erkranken – zum Teil mit besonders schweren Verläufen.

Impfungen sind die wirksamste und sicherste Methode, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Dabei lernt Ihr Immunsystem, bestimmte Krankheitserreger abzuwehren. Machen Sie es sich zur Gewohnheit und nehmen Sie Ihren Impfpass mit, wenn Sie das nächste Mal für eine Check-up-Untersuchung zu Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin gehen.

 

 
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Masernschutzgesetz

Seit dem 1. März 2020 gilt das Masernschutzgesetz: Eltern müssen vor der Aufnahme ihres Kindes in eine Gemeinschaftseinrichtung, zum Beispiel Kindergarten oder Schule, nachweisen, dass es die empfohlenen Impfungen gegen Masern erhalten hat.

Personen, die in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden oder tätig sind und nach 1970 geboren wurden müssen zwei Impfungen gegen Masern oder eine Immunität gegen Masern nachweisen. Dies gilt auch für Personal in medizinischen Einrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite Masernschutz.

 
 
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Auf einen Blick

  • Nicht-Impfen gefährdet die Lebensqualität der ganzen Familie.

  • Impfen ist die wirksamste Maßnahme zum Schutz vor Infektionskrankheiten.

  • Impfungen fördern keine Allergien.

 

 
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Empfohlene Impfungen

Auf der Basis jahrelanger wissenschaftlicher Forschung zum Thema „Impfen“ erarbeitet ein unabhängiges Gremium aus Wissenschaftlern und Ärzten (Ständige Impfkommission/STIKO) Empfehlungen, gegen welche Viren und Bakterien Sie sich impfen lassen sollten. Dabei werden der Nutzen und mögliche Nebenwirkungen auf der Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse genau analysiert und abgewogen – sowohl für den Einzelnen als auch für das gesunde Zusammenleben aller.

Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für die empfohlenen Standardimpfungen. Sie sind privat krankenversichert? Dann fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach. In der Regel werden auch hier die Kosten übernommen.

Einen guten Überblick liefert der Impfkalender der STIKO. Er listet alle nötigen Impfungen, Auffrischungen und den besten Zeitpunkt dafür auf. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.

 

 
 
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Kurze Fakten

Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu empfohlenen Impfungen.

 
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Impfreaktionen und Nebenwirkungen

Sind Impfreaktionen normal?

Ja. Nahezu jeder kennt Begleiterscheinungen des Impfens wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle. Auch Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Unwohlsein können auftreten. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Körper mit der Impfung auseinandersetzt und einen Schutz aufbaut. Jeder Impfstoff kann verschiedene Impfreaktionen haben – abhängig ob es zum Beispiel eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischungsimpfung ist oder welcher Impfstoff von welchem Hersteller geimpft wird. Sollten Sie dazu Fragen haben, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Impfreaktionen klingen in der Regel nach 1-3 Tagen nach der Impfung wieder ab und sind weniger schlimm als die Symptome der Krankheit und deren möglichen Folgeschäden.

Bei heutigen Impfstoffen kommen Impfkomplikationen nur noch sehr selten vor

Eine Zulassung von Impfstoffen erfolgt erst, wenn die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen wurde. Auch nach der Zulassung werden alle Impfstoffe weiterhin nach strengen Sicherheitsstandards überprüft und überwacht. In Deutschland ist hierfür das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Jeder Verdacht einer außergewöhnlichen Impfreaktion wird durch gesetzlich geregelte Meldesysteme sorgfältig analysiert und untersucht.

Generell gilt, dass Impfungen sehr sicher sowie in der Regel gut verträglich sind und nur äußerst selten schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Weitere Informationen zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen finden Sie in den Gebrauchs- und Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffe und auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts.

 
 
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Denken Sie an die Auffrischimpfungen

Die gute Nachricht ist: der Impfschutz ist bei den Schuleingangsuntersuchungen sehr hoch. Die schlechte: Bereits junge Erwachsene haben oft Defizite beim Impfschutz. Beispielsweise hat aktuell bei den Erwachsenen nur knapp die Hälfte eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie in den letzten 10 Jahren erhalten. Das ist wiederum für Kinder ein Problem, für die Diphtherie gefährlicher ist als für Erwachsene – und durchaus tödlich enden kann. Daher gilt: Wer sich und andere schützen will, sollte die Impfung regelmäßig auffrischen. Gut zu wissen: Auch Gynäkologen und andere Ärzte können Sie impfen.

Insbesondere in der Schwangerschaft ist ein vollständiger Impfschutz sehr wichtig, sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Auch im Berufsleben sind bestimmte Impfungen – je nach Ihrem Tätigkeitsprofil – empfohlen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Schweißer eine Impfung gegen Pneumokokken benötigen?

Gut zu wissen: Auch Gynäkologen, Betriebsärzte und andere Ärzte können Sie impfen.

 
 
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So wird ein Impfstoff geprüft

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut für die Prüfung von Impfstoffen zuständig. Es werden nur Impfstoffe genehmigt, die die sehr strengen Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Prüfungen unterzogen wurden. Bevor ein Impfstoff zugelassen wird, wird dieser umfangreich getestet auf Wirksamkeit, Sicherheit und Effektivität. Selbst nach der Zulassung werden Impfstoffe im Einsatz überwacht.

Und was ist mit Zusatzstoffen?

Alle Inhaltsstoffe in den zugelassenen Impfungen sind ebenfalls vom Bundesinstitut für Impfstoffe (Paul-Ehrlich-Institut) geprüft. Es gilt: Die Zusatzstoffe von Impfungen sind sicher.

Folgen Sie dem Link für mehr Informationen rund um das Thema Sicherheit von Impfungen.

 
 
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Impfempfehlungen nach Alter

Die wichtigsten Fakten zu empfohlenen Impfungen für andere Altersgruppen finden Sie hier: