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Geflügelpest in Thüringen

 
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Seit Ende Juli 2020 sind aus Russland und Kasachstan Geflügelpest-Ausbrüche des Subtyps H5N8 bei Wildvögeln und Geflügel gemeldet worden. Die betreffenden Gebiete liegen auf der Route von migrierenden Wasservögeln, die im Herbst 2020 nach Europa gezogen sind.

Seit dem 1. Oktober 2020 wurden auch in Deutschland 465 Feststellungen von HPAI-Viren bei Wildvögeln und 32 Feststellungen bei Hausgeflügel gemeldet, wobei insbesondere die Nord- und Ostseeküstenregionen betroffen sind. In Deutschland erfolgten Geflügelpest-Nachweise im Zeitraum zwischen dem 30.Oktober 2020 bis zum 6. Januar 2021 in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen, der Hansestadt Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und nun auch in Thüringen.

 
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Aufruf: Meldung von Geflügel mit Krankheitssymptomen

Wir rufen alle Geflügelhalterinnen und -halter in Thüringen dazu auf, ihren rechtlichen Pflichten nachzukommen und das zuständige Veterinäramt umgehend über Krankheitssymptome, wie zum Beispiel die Abnahme der Legeleistung oder die Verendungen von Geflügel, zu unterrichten.

Neue Geflügelhalter, die ihre Bestände noch nicht dem zuständigen Veterinäramt gemeldet haben, sind aufgerufen, ihre Geflügelhaltungen umgehend anzuzeigen.

 
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Interaktive Karte

Übersicht über Restriktionen für Tierhalter

Ab sofort können sich Tierhalterinnen und Tierhalter in Thüringen schnell und einfach mittels einer interaktive Karte über lokale Restriktionen bei der Geflügeltierhaltung informieren.

 
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Aktuelle Meldungen

Weitere landesweite Maßnahmen zum Schutz vor Geflügelpest angeordnet

08.04.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) hat in einer Notbekanntgabe landesweit angeordnet, dass Geflügel außerhalb einer gewerblichen Niederlassung oder ohne eine solche Niederlassung (sogenanntes „Reisegewerbe“) nur an Geflügelhalterinnen und -halter abgegeben werden darf, sofern das Geflügel längstens vier Tage vor der Abgabe klinisch durch einen Tierarzt oder im Falle von Enten und Gänsen virologisch untersucht worden ist.

Geflügelpest in Thüringen: Hinweise für Tierhalter zur Aufstallung von Geflügel – dynamische Karte bietet aktuellen und schnellen Überblick über betroffene Gebiete

31.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Aktuell stehen viele Kleinstgeflügelhalter in Thüringen vor der Frage, ob sie ihr Geflügel aufstallen müssen oder nicht. In sogenannten Allgemeinverfügungen, die Landkreise und kreisfreie Städte erlassen können, wird erläutert, welche Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest einzuhalten sind. Der Tierhalter/die Tierhalterin kann auch per Post eine Verfügung erhalten, die alle Sachverhalte und Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung der Schutzmaßnahmen erläutert.

Geflügelpest in Thüringen: Landestierseuchenkrisenstab hat getagt

29.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Auf Einladung des zuständigen Thüringer Gesundheitsministeriums hat heute der Landestierseuchenkrisenstab getagt. Neben den ständigen Mitgliedern waren als betroffene Verbände auch der Geflügelwirtschaftsverband und der Verband der Rassegeflügelzüchter geladen.

Ausbruch der Geflügelpest im Weimarer Land

24.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als zuständige Bundesoberbehörde hat heute den Ausbruch der Geflügelpest in einem Geflügelhof im Weimarer Land bestätigt. Dieser Betrieb hat vor kurzem Tiere aus einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen, Kreis Paderborn, zugekauft, wo ebenfalls das für Geflügel hochpathogene Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen wurde. Nach amtlicher Bestätigung werden nun Restriktionszonen mit einem Radius von drei Kilometern (Sperrbezirk) und zehn Kilometern (Beobachtungsgebiet) errichtet sowie weitere Untersuchungen sowohl in näherer Umgebung als auch in Beständen, die Junghennen des Geflügelhofes erworben haben, durchgeführt.

Erneuter Fall von Geflügelpest in Thüringen: Hochansteckende Vogelgrippe bei zwei Graugänsen im Unstrut-Hainich-Kreis nachgewiesen

18.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

In Thüringen wurde ein weiterer Fall von Geflügelpest nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte durch Nachweis das hochpathogene aviäre Influenzavirus des Subtyps H5N8 (HPAI H5N8) bei Wildvögeln. Es handelt sich um zwei Graugänse, die am Schwanenteich in Mühlhausen (Unstrut-Hainich-Kreis) tot aufgefunden wurden.

Zweiter nachgewiesener Fall von Geflügelpest in Thüringen: Verstärkung der Schutzmaßnahmen zur Verhinderung weiterer Infektionen bei Hausgeflügel in Thüringen

21.01.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Bei einem Schwan, der an der Wipper in Sondershausen tot aufgefunden wurde, ist erneut das Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. Der Tierköper wurde am 13. Januar an das Landeslabor des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz zur amtlichen Untersuchung eingesendet. Dort wurde zunächst das Influenza-A-Genom im Probenmaterial nachgewiesen. Die weitere Differenzierung der Proben im Nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) erbrachte die Bestätigung, dass es sich um das hochpathogene HPAI-Virus vom Subtyp H5N8 (HPAIV H5N8) handelt.

Geflügelpest bei Hausgeflügel im Landkreis Nordhausen:

07.01.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

In einem Hobbygeflügelbestand im Landkreis Nordhausen mit 50 Hühnern und drei Enten wurde die Geflügelpest nun erstmals auch in Thüringen amtlich festgestellt. Vom zuständigen Veterinäramt Nordhausen wurden Proben im Bestand entnommen, nachdem dort zuvor Hühner verendet waren. In diesen waren zunächst vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das nationale Referenzlabor, bestätigte nach weiteren Untersuchungen, dass es sich um den hochpathogenen Subtyp H5N8 handelt.

Thüringer Gesundheitsministerium sensibilisiert für Ausbreitung der Geflügelpest / Ministerin Heike Werner ruft dazu auf, Totfunde bei Wildvögeln zu melden

13.11.2020 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Im Norden Deutschlands werden seit Ende Oktober steigende Zahlen an tot aufgefundenen Wildvögeln gemeldet, in Schleswig-Holstein sind es bereits weit über Tausend. Bei mehr als 100 dieser Fälle sowie in vier Hausgeflügelbeständen in Deutschland wurde die Aviäre Influenza bzw. Geflügelpest bereits festgestellt. Auch in Brandenburg gibt es einen ersten bestätigten Fall bei einer Wildgans. Die Infektionen wurden durch verschiedene Geflügelpestviren (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) verursacht. Untersuchungen des Nationalen Referenzlabors des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) haben gezeigt, dass es sich um einen neuen Eintrag handelt und die aktuell nachgewiesenen HPAI-Viren nicht im Zusammenhang mit den HPAI-Viren stehen, welche die Ausbrüche im ersten Halbjahr 2020 verursacht haben.

 
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Downloads

 
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Allgemeine Informationen

Aviäre Influenza (von lat. avis, Vogel), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat. Diese Viren treten in zwei Varianten (gering/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut weist darauf hin, dass es derzeit keine Hinweise darauf gibt, dass die aktuellen H5-Viren Menschen infizieren können. Um jegliche Ansteckungsgefahr zu vermeiden, werden Spaziergängerinnen und Spaziergänger dringend gebeten, tote Wildvögel nicht anzufassen. So kann auch eine Weiterverbreitung des Virus verhindert werden. Zudem sollten Hunde in Gebieten um Seen, Teiche, Flüsse und Bäche an der Leine geführt werden.

Folgende weiterführende Informationen des FLI stehen zur Verfügung:

 

 
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Was müssen Halterinnen und Halter derzeit unbedingt beachten?

Alle Halter von Geflügel werden aufgefordert, ihre Tiere in Bezug auf den Gesundheitszustand regelmäßig und gewissenhaft zu kontrollieren. Bei Krankheitsanzeichen und Auffälligkeiten, wie z. B. reduzierter Legeleistung und/oder verminderte Wasser- bzw. Futteraufnahme ist ein Tierarzt hinzuzuziehen. Weiterhin sind die allgemeinen Schutzmaßregeln, die in der Geflügelpest-Verordnung vorgeschrieben sind, konsequent umzusetzen. Darüber hinaus hat das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) ergänzend zum Schutz vor einer Einschleppung des Geflügelpestvirus in weitere Hausgeflügel-Haltungen über eine Allgemeinverfügung die einzuhaltenden Maßnahmen zur Biosicherheit auch für den Hobbyhaltungsbereich in Thüringen angeordnet.

 
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Prüfung der Biosicherheitsmaßnahmen

Eine wichtige Maßnahme ist die Prüfung der Biosicherheitsmaßnahmenin jeder Geflügelhaltung.

Folgende Punkte müssen beachtet werden:

  • Einschränkung des Besucherverkehrs auf ein unerlässliches Mindestmaß,
  • möglichst die Verwendung betriebseigener Schutzkleidung,
  • Wechsel oder Reinigung und Desinfektion von Schuhwerk,
  • hygienische Reinigung der Hände vor jedem direkten Tierkontakt und
  • keine Lagerung von Futter oder Einstreu unter freien Himmel mit Zugang zu Wildvögeln
  • Fütterung und Tränkung von Geflügel nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen
  • Jäger und Personen, die mit verendeten Wildvögeln in Kontakt gekommen sind, sollten Ställe, in denen sich Geflügel befindet, in den folgenden 48 Stunden nicht betreten.
 
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Der Geflügelgesundheitsdienst der Thüringer Tierseuchenkasse hat Biosicherheitsmaßnahmen in gewerblichen Geflügelhaltungen und in kleinen Geflügelhaltungen sowie Haltungen von Rassegeflügel zusammengefasst. Diese sind unter den nachfolgenden Links einsehbar:

Darüber hinaus muss Geflügel aufgestallt werden, sofern eine Verfügung des zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes diese Aufstallung anordnet.

 
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Verzehr von Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist in seiner Mitteilung Nr. 032/2016 vom 10. November 2016 darauf hin, dass bei den Ausbrüchen von hochpathogener aviärer Influenza bei Wildgeflügel aufgrund des HPAI-Virus vom Subtyp H5N8 keine Infektionen des Menschen mit H5N8 bekannt geworden sind. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich. Weitergehende Informationen insbesondere zu Hygienemaßnahmen beim Verzehr von Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten hat das Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlicht.

 
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Weitere Hinweise und Links

des Friedrich-Loeffler-Instituts