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Thüringer Fachkräftestrategie 2026–2030

Zukunft sichern, Potenziale nutzen

Maßnahmen, Ziele und Handlungsfelder der Fachkräftestrategie 2026–2030 im Überblick.

 
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Fachkräfte sichern – Thüringens Zukunft gestalten

Die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften ist eine der zentralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Thüringen. Prognosen zeigen, dass bis zum Jahr 2035 rund 140.000 Erwerbstätige weniger zur Verfügung stehen werden. Bereits heute bleiben zahlreiche Stellen unbesetzt – insbesondere in der Industrie, im Handwerk sowie in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

Parallel dazu verändert sich die Arbeitswelt grundlegend: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft erhöhen die Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen. Die kontinuierliche Weiterbildung wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Vor diesem Hintergrund haben die Landesregierung, der Verband der Wirtschaft Thüringens, der DGB, die Bundesagentur für Arbeit, die Thüringer Industrie- und Handelskammern, die Thüringer Handwerkskammern sowie die LIGA der freien Wohlfahrtspflege eine gemeinsame Fachkräftestrategie für die Jahre 2026 bis 2030 vereinbart.

Ziel der Strategie

Ziel der Strategie ist es, alle verfügbaren Fachkräftepotenziale konsequent zu erschließen und Thüringen nachhaltig als attraktiven Arbeits- und Lebensstandort zu stärken. 

Dabei gilt: Wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit sind untrennbar verbunden. Nur mit ausreichend und gut qualifizierten Fach- und Arbeitskräften können Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlicher Zusammenhalt langfristig gesichert werden.

 

 

 
 
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Die 5 zentralen Handlungsfelder der Fachkräftestrategie

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Ausbildung stärken und junge Menschen gewinnen

  • Reduzierung von Schulabbrüchen und Ausbildungsabbrüchen

  • stärker praxisorientierte Berufliche Orientierung und bessere Unterstützung beim Übergang Schule–Beruf

Zentrale Handlungsansätze

  • Stärkung der Jugendberufsagenturen und Ausbau individueller Beratungsangebote

  • Ausbau von abschlussbezogenen Nachqualifizierungsmöglichkeiten

  • (Weiter-)Entwicklung passgenauer Förderangebote zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen

  • stärkere individuelle Begleitung junger Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss

  • Intensivierung von praxisorientierten Angeboten der beruflichen Orientierung (Praktika, Praxistage, Ausbildungsmessen)

 
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Attraktivität eines längeren Arbeitslebens

  • alternsgerechte Arbeitsbedingungen und Gesundheitsförderung fördern

  • flexible Übergänge in den Ruhestand unterstützen

Zentrale Handlungsansätze

  • Förderung betrieblicher Gesundheitsangebote und Prävention

  • Unterstützung von Unternehmen beim Aufbau demografiefester Strukturen

  • Ausbau zielgruppenspezifischer Weiterbildungsangebote

  • bessere Information und Beratung für ältere Beschäftigte und Betriebe

 
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Ausländische Fachkräfte gewinnen und integrieren

  • stärkere internationale Fach- und Arbeitkräftegewinnung

  • Förderung einer Willkommens- und Integrationskultur

Zentrale Handlungsansätze

  • schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen

  • Ausbau von Sprachförderung und Integrationsangeboten

  • stärkere Einbindung migrantischer Netzwerke

  • Einrichtung und Ausbau zentraler Strukturen zur Fachkräftegewinnung bzw. Fachkräfteeinwanderung

 
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Strukturwandel durch Qualifizierung mitgestalten

  • Stärkung lebenslangen Lernens und Unterstüzung einer ausgeprägten Weiterbildungskultur

  • gezielte Unterstützung im Strukturwandel

  • Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten bei der Bewältigung von Transformationsprozessen

Zentrale Handlungsansätze

  • Weiterentwicklung der Weiterbildungsagenturen und stärkere Vernetzung mit regionalen Akteuren

  • Herstellung von Transparenz über bestehende Unterstützungsangebote und Nutzung von Weiterbildungsmentoring

  • Entwicklung modularer und flexibler Qualifizierungsprogramme für Zukunftsbranchen

  • flexible und bedarfsgerechte Förderung und Beratung für Unternehmen und Beschäftigte

 
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Studierende und Absolventen in Thüringen halten

  • stärkere Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen

  • Unterstützung beim Übergang vom Studium in das Erwerbsleben

  • gezielte Bindung internationaler Studierender

Zentrale Handlungsansätze

  • Ausbau praxisnaher Studienformate und Kooperationen mit Unternehmen

  • Stärkung und Ausbau von Career Services sowie der Gründungs- und Übergangsberatung

  • Ausbau des Hochschulmarketings

  • Stärkere Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörden und Hochschulen