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Die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften ist eine der zentralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Thüringen. Prognosen zeigen, dass bis zum Jahr 2035 rund 140.000 Erwerbstätige weniger zur Verfügung stehen werden. Bereits heute bleiben zahlreiche Stellen unbesetzt – insbesondere in der Industrie, im Handwerk sowie in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.
Parallel dazu verändert sich die Arbeitswelt grundlegend: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft erhöhen die Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen. Die kontinuierliche Weiterbildung wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Vor diesem Hintergrund haben die Landesregierung, der Verband der Wirtschaft Thüringens, der DGB, die Bundesagentur für Arbeit, die Thüringer Industrie- und Handelskammern, die Thüringer Handwerkskammern sowie die LIGA der freien Wohlfahrtspflege eine gemeinsame Fachkräftestrategie für die Jahre 2026 bis 2030 vereinbart.
Ziel der Strategie ist es, alle verfügbaren Fachkräftepotenziale konsequent zu erschließen und Thüringen nachhaltig als attraktiven Arbeits- und Lebensstandort zu stärken.
Dabei gilt: Wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit sind untrennbar verbunden. Nur mit ausreichend und gut qualifizierten Fach- und Arbeitskräften können Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlicher Zusammenhalt langfristig gesichert werden.

Reduzierung von Schulabbrüchen und Ausbildungsabbrüchen
stärker praxisorientierte Berufliche Orientierung und bessere Unterstützung beim Übergang Schule–Beruf
Zentrale Handlungsansätze
Stärkung der Jugendberufsagenturen und Ausbau individueller Beratungsangebote
Ausbau von abschlussbezogenen Nachqualifizierungsmöglichkeiten
(Weiter-)Entwicklung passgenauer Förderangebote zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen
stärkere individuelle Begleitung junger Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss
Intensivierung von praxisorientierten Angeboten der beruflichen Orientierung (Praktika, Praxistage, Ausbildungsmessen)

alternsgerechte Arbeitsbedingungen und Gesundheitsförderung fördern
flexible Übergänge in den Ruhestand unterstützen
Zentrale Handlungsansätze
Förderung betrieblicher Gesundheitsangebote und Prävention
Unterstützung von Unternehmen beim Aufbau demografiefester Strukturen
Ausbau zielgruppenspezifischer Weiterbildungsangebote
bessere Information und Beratung für ältere Beschäftigte und Betriebe

stärkere internationale Fach- und Arbeitkräftegewinnung
Förderung einer Willkommens- und Integrationskultur
Zentrale Handlungsansätze
schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen
Ausbau von Sprachförderung und Integrationsangeboten
stärkere Einbindung migrantischer Netzwerke
Einrichtung und Ausbau zentraler Strukturen zur Fachkräftegewinnung bzw. Fachkräfteeinwanderung

Stärkung lebenslangen Lernens und Unterstüzung einer ausgeprägten Weiterbildungskultur
gezielte Unterstützung im Strukturwandel
Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten bei der Bewältigung von Transformationsprozessen
Zentrale Handlungsansätze
Weiterentwicklung der Weiterbildungsagenturen und stärkere Vernetzung mit regionalen Akteuren
Herstellung von Transparenz über bestehende Unterstützungsangebote und Nutzung von Weiterbildungsmentoring
Entwicklung modularer und flexibler Qualifizierungsprogramme für Zukunftsbranchen
flexible und bedarfsgerechte Förderung und Beratung für Unternehmen und Beschäftigte

stärkere Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen
Unterstützung beim Übergang vom Studium in das Erwerbsleben
gezielte Bindung internationaler Studierender
Zentrale Handlungsansätze
Ausbau praxisnaher Studienformate und Kooperationen mit Unternehmen
Stärkung und Ausbau von Career Services sowie der Gründungs- und Übergangsberatung
Ausbau des Hochschulmarketings
Stärkere Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörden und Hochschulen